DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Zehn Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen könnte die schwarz-grüne Regierung einer Umfrage zufolge ihre Mehrheit weiter behaupten. Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst müsste aber zum zweiten Mal in Folge deutliche Verluste einstecken, wenn jetzt Landtagswahl wäre. Die AfD würde sich erstmals - zusammen mit der SPD - auf Platz zwei schieben. Zu dem Ergebnis kommt der NRW-Trend, den das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins Westpol erhoben hat.
Für dich zusammengefasst:
CDU sinkt auf 32 Prozent, das sind 3 Punkte weniger.
Die AfD erreicht 17 Prozent, ihr bester Wert im NRW-Trend.
Die Zufriedenheit mit der Landesregierung beträgt nur 42 Prozent.
Die CDU kommt in der Sonntagsfrage demnach auf 32 Prozent - das sind 3 Prozentpunkte weniger als Anfang Februar. Auch die SPD mit Parteichef Jochen Ott verliert 3 Prozentpunkte und würde derzeit bei 17 Prozent landen. Die AfD erreicht ein Plus von 2 Punkten und damit ebenfalls 17 Prozent, was ihr bester Wert im NRW-Trend ist, wie der WDR berichtete.
Die Grünen legen ebenfalls um 2 Punkte auf 15 Prozent zu. Die FDP erreicht in der Umfrage erstmals seit April 2024 wieder die Fünfprozent-Marke (plus ein Punkt) und wäre damit weiter im Landtag vertreten. Die Linke könnte - mit unverändert 6 Prozent - nach einer Pause wieder ins Düsseldorfer Parlament einziehen. Alle anderen Parteien kommen zusammen auf 8 Prozent.
Zufriedenheit mit Regierung und Wüst sinkt
Die Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung hat seit Februar deutlich nachgelassen: Nur noch 42 Prozent - minus 6 Prozentpunkte - der Befragten sind zufrieden, aber 53 Prozent - plus 4 Punkte - äußerten sich laut Meinungsforschern unzufrieden. Auch bei der Bewertung der Arbeit von Regierungschef Wüst sei ein Sinkflug zu verzeichnen: Lediglich noch 42 der Befragten (minus 3 Punkte) sind zufrieden und inzwischen 40 Prozent (plus 2 Punkte) sind unzufrieden.
Die Umfrage ist laut WDR repräsentativ. Vom 22. bis 25. Juni waren dafür in NRW 1.139 Wahlberechtigte telefonisch oder online befragt worden./wa/DP/zb
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