BERLIN (dpa-AFX) - CDU-Präsidiumsmitglied Karl-Josef Laumann sieht seine Partei in einer schwierigen Lage. "Natürlich sind Umfragen von 21, 22 Prozent CDU schlimm", sagte der NRW-Arbeitsminister in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Bei einem solchen Wahlergebnis würde "einem ja angst und bange, auch für unser Land". "Natürlich ist da eine Verunsicherung", räumte Laumann ein. Man werde immer wieder klarstellen müssen, warum es gut sei, dass es die CDU gebe.
Für dich zusammengefasst:
CDU-Präsidiumsmitglied Laumann sieht die Partei in der Krise.
Er äußert Bedenken über Umfragen mit 21, 22 Prozent.
Laumann unterstützt Empfehlungen der Rentenkommission.
Er glaube nicht, dass es an der Parteibasis großen Unmut über Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz gebe, sagte Laumann weiter. Es gebe aber sicher den Wunsch nach besserer Kommunikation.
Bis Weihnachten stünden keine einfachen Gesetze auf der Agenda, betonte Laumann. Man müsse das so hinbekommen, dass ein großer Teil der Bevölkerung sage, das sei alles in allem in Ordnung.
Beim strittigen Thema der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren stellte sich der langjährige Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels hinter die Empfehlung der Rentenkommission, diese abzuschaffen. Zugleich mahnte Laumann aber auch einen starken Fokus auf jene an, die nicht bis zum regulären Rentenalter arbeiten könnten.
Die Rentenkommission hatte auch empfohlen, dass Menschen im rentennahen Alter, die wegen gesundheitlicher Einschränkungen ihren Beruf nicht mehr ausüben können, nach einer individuellen Gesundheitsprüfung früher in eine neue Schutzrente für langjährige Beitragszahler gehen dürfen.
Laumann bezeichnete weitere Vorschläge der Kommission, wie die gesetzlich verpflichtende und paritätisch finanzierte Kapitalrente, als gut für Arbeitnehmer. "Das ist aus Sicht der Arbeitnehmerschaft ein Pfund", sagte er. Auch dass sich die Rentenerhöhungen weiter an der Lohnentwicklung orientieren sollen, begrüßte Laumann./shy/DP/zb
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