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Novo-Nordisk-Aktie: Wenn du denkst, es geht nicht mehr ...

... kommt manchmal kein Lichtlein, sondern eine noch schlimmere Katastrophe daher! Genau das ist am Montag bei Turnaround-Kandidat Novo Nordisk geschehen.
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Novo-Nordisk-Logo vor fallendem Candlestick-Chart (Symbolbild).
Quelle: - KI-generiertes Symbolbild (ChatGPT).
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Novo Nordisk: Und es kommt noch schlimmer!

Das Drama um die Aktie von Novo Nordisk ist seit dem Montag um ein (trauriges) Kapital reicher. Das dänische Pharmaunternehmen hat zum Wochenauftakt seine Studienergebnisse zu CagriSema veröffentlicht, das als Abnehmpräparat der nächsten Generation auf Ozempic folgen und den bereits erfolgreich getesteten Wirkstoff von Mitbewerber Eli Lilly angreifen soll.

Doch das dürfte schwieriger werden als von Marktteilnehmenden antizipiert, denn die Phase-III-Studie lieferte eine geringere Wirksamkeit als das Präparat des Rivalen. Im Durchschnitt erzielte CagriSema einen Gewichtsverlust von "nur" 20,2 Prozent in 84 Wochen gegenüber den 23,6 Prozent von Tirzepatide. Damit verfehlte der Wirkstoff von Novo Nordisk seinen primären Endpunkt.

Das Urteil der Anlegerinnen und Anleger ist gnadenlos. Die Aktie verlor am Handelsplatz in Kopenhagen 16,5 Prozent an Wert. Ein Schlusskurs von 251,40 Dänische Kronen (DKK; 33,66 Euro) bedeutet das niedrigste Niveau seit Juni 2021. Am Handelsplatz in New York ist ebenfalls kein Ende des Dramas abzusehen. Hier lagen die Anteile am frühen Montagabend 15,6 Prozent im Minus.

Aktie stürzt auf neues Mehrjahrestief ab

Die Nachrichten vom Montag sind nicht nur fundamental eine Katastrophe, da die Wachstumsaussichten über das ohnehin schwach zu erwartende Geschäftsjahr 2026 hinaus revidiert werden müssen.

Auch charttechnisch erreicht die Misere eine neue Dimension. Das neue Mehrjahrestief bedeutet ein weiteres Verkaufssignal, da auch der Stabilisierungsversuch der vergangenen Wochen aufgegeben und die Unterstützung bei 280 DKK (37,49 Euro) aufgegeben wurde.

Die nächste aus dem langfristigen Kursverlauf ableitbare Unterstützungszone liegt erst bei 230 DKK (30,79 Euro). Das bedeutet, dass die Talfahrt weiter anhalten könnte. Das gilt erst recht mit Blick auf die technischen Indikatoren.

Zwar lagen im MACD bislang bullishe Divergenzen vor, die eine Trendwende hätten begünstigen können, doch der Trendstärkeindikator zeigt jetzt erstmal wieder einen an Fahrt gewinnenden Abwärtstrend an. Der Relative-Stärke-Index (RSI) taucht zwar in den überverkauften Bereich ab, Allerdings lag dieser in den vergangenen 12 Monaten schon deutlich tiefer und liefert damit kein Argument, warum es nicht noch tiefer gehen könnte.

Fazit: Es gibt keine Gründe, die Aktie jetzt zu kaufen

Argumente, die Aktie jetzt zu kaufen, gibt es nach der fehlgeschlagenen Wirksamkeitsstudie keine triftigen. Nicht mal die Bewertung liefert einen Grund. Die erscheint mit einem KGVe 2026 von 14,4 zwar günstig, entspricht aber durchaus einer für Pharmaunternehmen fairen Bewertung, erst recht, wenn kein Wachstum zu erwarten ist. Die Dividendenrendite liegt bei 3,6 Prozent. Da hat beispielsweise Pfizer mehr zu bieten.

Anlegerinnen und Anleger, deren Positionen unter Wasser sind, sollten einen Verkauf erwägen. Die Aktie dürfte zwar weiter von der Hoffnung auf einen Turnaround leben und immer wieder vor Erholungen stehen. Die Zeit, bis sich ein solcher materialisiert, könnte angesichts der anhaltenden Schwierigkeiten des Unternehmens jedoch so lange dauern, dass hohe Opportunitätskosten entstehen und Gewinne in aussichtsreicheren Werten verpasst werden.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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