Norwegens Staatsfonds verbucht zweiten Milliardenverlust binnen drei Quartalen

Julian Schick Julian Schick
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Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.

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Die Flagge von Norwegen.
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Norwegens Staatsfonds, größter Investor der Welt, rutscht im dritten Quartal mit minus 0,5 Prozent in die roten Zahlen. Zinsen belasten Anleihen, bei Aktien klaffen die Branchen weit auseinander.
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Norwegens Staatsfonds, mit 2,3 Billionen US-Dollar der größte Einzelinvestor der Welt, hat das dritte Quartal mit einem Verlust von 278 Milliarden Kronen abgeschlossen, umgerechnet rund 26,44 Milliarden Euro.

Die Rendite auf die weltweiten Anlagen lag bei minus 0,5 Prozent, teilte die Fondsverwaltung Norges Bank Investment Management (NBIM) am Donnerstag mit. Es ist bereits der zweite Quartalsverlust innerhalb von drei Quartalen.

Der Fonds legt die Einnahmen Norwegens aus Öl und Gas an. NBIM gehört zur Zentralbank und trifft einzelne Anlageentscheidungen innerhalb eines vom Finanzministerium festgelegten Mandats mit Strategie und Risikogrenzen.

Vize-Chef Trond Grande erklärte, die Rendite sei kaum verändert gewesen. Steigende Zinsen belasteten die Anleihen, der Fonds blieb um 0,18 Prozentpunkte hinter der Vorgabe des Ministeriums zurück.

Bei Aktien zeigte sich ein gespaltenes Bild: Energiewerte legten am stärksten zu, Versorger und Immobilienaktien gaben nach. Nicht börsennotierte Immobilien brachten 0,4 Prozent Rendite, nicht börsennotierte Infrastruktur für erneuerbare Energien dagegen 7,5 Prozent.

Der Fonds hält rechnerisch 1,5 Prozent aller weltweit börsennotierten Unternehmen und ist an rund 7100 Firmen sowie an Anleihen, Immobilien und Projekten für erneuerbare Energien beteiligt. Größte Positionen sind Nvidia, Microsoft, Apple, Alphabet, Amazon.com und Meta Platforms, die Rendite hängt damit zunehmend an Tech- und KI-Aktien.

Parallel diskutiert Norwegen über neue ethische Leitlinien für den Fonds, ausgelöst durch Investments in Unternehmen mit Verbindungen zum Iran-Konflikt.



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