- Für 2027 rechnet Nike mit einem Umsatzminus.
- Im ersten Quartal 2027 sanken die Erlöse um vier Prozent.
- Nike plant Einsparungen von 2,5 Milliarden US-Dollar.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Ferdinand Hammer Für das Geschäftsjahr 2027 kalkuliert der Sportartikelkonzern mit einem Umsatzminus im hohen einstelligen Prozentbereich. Die Analystenschätzung lag bei einem Rückgang von 2,4 Prozent. Treffen Nikes Erwartungen ein, könnten die Erlöse so niedrig ausfallen wie zuletzt im Geschäftsjahr, das im Mai 2020 endete.
Bereits die Zahlen zum ersten Geschäftsquartal 2027 blieben beim Umsatz hinter den Prognosen zurück. In der am 31. August 2026 abgeschlossenen Periode sanken die Erlöse um vier Prozent auf 11,21 Milliarden US-Dollar. Erwartet wurden 11,3 Milliarden US-Dollar und ein Minus von 3,4 Prozent. Mit 44 Cent je Aktie erreichte der Gewinn die Schätzungen, lag aber fünf Cent unter dem Vorjahresniveau.
Das Sparprogramm sieht innerhalb von fünf Jahren Einsparungen von insgesamt 2,5 Milliarden US-Dollar sowie Stellenstreichungen vor. Zugleich rechnet Nike mit Kosten von rund einer Milliarde US-Dollar vor Steuern. Welche Arbeitsplätze entfallen sollen, wird ab 2027 festgelegt.
Die Probleme betreffen mehrere wichtige Bereiche. So verzeichnete das China-Geschäft im neunten Quartal in Folge einen Umsatzrückgang. Converse verzeichnete bereits im 14. Quartal in Folge sinkende Erlöse. In der Sportmode, die etwa die Hälfte des Konzernumsatzes ausmacht, schrumpften die Einnahmen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.
Für die Erholung der Sportmode und der Marke Jordan veranschlagt das Management mindestens ein weiteres Jahr. Um das Interesse an Jordan zu stärken, sollen bestimmte Retro-Modelle künftig in kleineren Stückzahlen und seltener auf den Markt kommen.
Elliott Hill beginnt damit sein drittes Jahr an der Konzernspitze – und steht unter zunehmendem Druck. Bloomberg Intelligence hält es für möglich, dass der Turnaround ins Stocken geraten ist. Zusätzliche Angaben zu Umbau und Ausblick will Nike beim Investorentag im kommenden Monat vorlegen.
Autor: Ferdinand Hammer, SBH-Redaktion
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