Nike-Aktie: Warum die Wende erst 2028 kommen soll

Julian Schick Julian Schick
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Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.

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Turnschuhe der Marke Nike.
unsplash.com
Die Bank of America verliert die Geduld mit Nike: Die Analysten stufen die Aktie auf Underperform ab und senken das Kursziel von 47 auf 30 US-Dollar. Eine Rückkehr zu Umsatzwachstum erwarten sie erst im Geschäftsjahr 2028.
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Hinweis

Wer bei Nike auf eine baldige Wende gesetzt hat, muss sich laut Bank of America weiter gedulden. Die US-Bank stuft den Sportartikelkonzern auf Underperform ab und kappt das Kursziel von 47 auf 30 US-Dollar.

Die Gewinnprognosen für die Geschäftsjahre 2027 und 2028 sinken um 11 beziehungsweise 12 Prozent. Statt einer Belebung im Frühjahr rechnen die Analysten nun mit schrumpfenden Umsätzen bis Ende des Geschäftsjahres 2027. Ihre Gewinnschätzung liegt damit 14 Prozent unter dem Marktkonsens.

Sorgen bereitet vor allem der Großhandel in Nordamerika. Das Geschäft wuchs im vergangenen Geschäftsjahr um 14 Prozent, während der Gesamtumsatz stagnierte. Doch in den Läden verkauft sich die Ware langsamer, als die Händler sie ordern.

Klassische Modelle schwächeln, neue Produkte bleiben hinter den Erwartungen zurück. Die Kette Dick's lobt zwar Laufschuhe wie Vomero und Pegasus, berichtet aber von weniger und schwächeren Neuheiten sowie von zu hohen Beständen bei älteren Schuhmodellen. Die BofA befürchtet, dass Händler bei den Frühjahrsbestellungen vorsichtiger werden, und rechnet ab dem zweiten Quartal mit Rückgängen.

Werte aus dem Artikel:
Nike Aktie 33,55 $ -1,21%

Auch China bleibt ein Problemfeld. Der Umsatz dort brach im vierten Quartal währungsbereinigt um 17 Prozent ein. Nike verkauft künftig weniger über Onlinepartner, was kurzfristig Rabatte erzwingen dürfte. Eine Reise der BofA nach China zeigte eine schwache Nachfrage nach Sportartikeln, wenig Interesse an neuen Produkten und volle Lager.

Damit hängt der Gewinn stärker an Marge und Kosten. Die bereinigte Bruttomarge fiel zuletzt um 190 Basispunkte. Niedrigere Zölle von 10 bis 12,5 Prozent statt rund 20 Prozent im Vorjahr könnten helfen, zudem dürfte der neue Finanzchef bei den Verwaltungskosten ansetzen.

Seit Jahresbeginn hat die Aktie 44 Prozent verloren, der S&P 500 legte 12 Prozent zu. Trotz eines Kurs-Gewinn-Verhältnisses von 16 statt im Fünfjahresschnitt 24 sieht die BofA weiteres Abwärtspotenzial. Zudem übersteigt die Dividende inzwischen den Gewinn.


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