Wert verdoppelt in 9 Monaten: Der CEO hinter dem Milliarden-Roboter aus München

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
Nicolas Ebert Nicolas Ebert
Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

 | 
aufrufe Aufrufe: 6580
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
 Turin, Italy. 2nd Oct, 2025. Roman Hölzl, co-founder and CEO of RobCo, speaks on the stage of 2025 Italian Tech Week.
© metamorworks / iStock / Getty Images Plus / Getty Images
Ein Münchner Start-up verdoppelt seinen Wert in neun Monaten auf über eine Milliarde US-Dollar. Sein Roboter Alfie lernt aus Fehlern wie ein Mensch. Doch wie kommen Anleger an den Boom heran?
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

RobCo spielt jetzt in der Liga der Milliarden-Start-ups. Das Münchner Robotik-Unternehmen hat Anteile verkauft und wird dabei mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet. Das berichtet das Wall Street Journal. Im Januar lag der Wert noch bei rund 500 Millionen US-Dollar. Damals sammelte RobCo in einer Finanzierungsrunde 100 Millionen US-Dollar ein.

Bei der aktuellen Transaktion wechseln Aktien im Wert von 40 Millionen US-Dollar den Besitzer. Den Großteil verkaufen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Neu an Bord sind Cherry Ventures und der Fonds European Tech Collective. Auch bestehende Geldgeber griffen zu, darunter Sequoia, Lightspeed und Lingotto, ein Fonds, hinter dem die Familie des Stellantis-Konzerns steht.

Alfie lernt aus Fehlern

Forscher der Technischen Universität München gründeten RobCo im Jahr 2020. Seitdem hat das Unternehmen mehr als 1.000 Roboter verkauft, unter anderem an BMW. Die Maschinen stapeln Paletten oder wiegen Rohstoffe ab. Neues Aushängeschild ist Alfie, ein zweiarmiger Roboter, der einem Menschen in der Fabrikhalle nachempfunden ist. Klassische Industrieroboter müssen für jede neue Aufgabe umprogrammiert werden.

Werte aus dem Artikel:
BMW Aktie 54,36 € +0,11%

Alfie dagegen lerne aus Fehlern und korrigiere sie in Echtzeit, verspricht RobCo. "Alfie ist unsere Antwort auf die Automatisierung der 80 bis 90 Prozent der Aufgaben, die derzeit in der Fertigung manuelle Arbeit erfordern", sagt Mitgründer und Geschäftsführer Roman Hölzl. Um das Geschäft in den Vereinigten Staaten auszubauen, zog er Anfang des Jahres nach San Francisco.

Fachkräftemangel als Treiber

Den Bedarf sehen auch die Geldgeber. "Das größte Problem in der Fertigungsindustrie ist der Arbeitskräftemangel", sagt Luciana Lixandru, Partnerin bei Sequoia. Viele junge Menschen wollten keine eintönige Arbeit in der Fabrik verrichten. Die ganze Branche profitiert davon. Laut dem Datenanbieter PitchBook sammelten Start-ups für Robotik und physische KI im ersten Halbjahr 33,4 Milliarden US-Dollar ein und damit mehr als im gesamten Jahr 2025.

Auch die Bundesregierung mischt mit. Im Januar startete sie eine Förderinitiative für Robotik mit künstlicher Intelligenz über umgerechnet rund 112 Millionen US-Dollar. Sie fürchtet, dass große Teile der Wertschöpfung künftig außerhalb Europas entstehen.

Fazit

Die Bewertung von RobCo hat sich binnen neun Monaten verdoppelt. Das zeigt, wie viel Geld in die Robotik fließt. Wer privat anlegt, kommt an das Start-up selbst nicht heran. Eine Alternative bieten börsengehandelte Indexfonds auf Robotik und Automatisierung. Bei so rasant steigenden Bewertungen gilt aber: breit streuen und nicht jedem Trend hinterherlaufen.


Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login
Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG3GGY4 , DE000NG30M64 , DE000NG30WM1 , DE000NB6X382 , DE000NB7RJE3 , DE000NB7S729 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Ähnliche Artikel

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren