Der Rechtspopulist Geert Wilders hatte die Vier-Parteien-Koalition im Streit um einen härteren Umgang mit Asylbewerbern platzen lassen. Er zog seine radikal-rechte Partei für die Freiheit (PVV) aus dem Bündnis zurück. Sie war die stärkste Kraft der Koalition. Mit dem Rückzug traten auch die Minister und Staatssekretäre seiner Partei zurück. König Willem-Alexander bat daraufhin den parteilosen Ministerpräsidenten Dick Schoof, die Amtsgeschäfte kommissarisch weiterzuführen.
Ein früherer Termin für Neuwahlen war laut Innenministerium nicht möglich. Gründe dafür seien Fristen für das Aufstellen von Kandidaten und die Registrierung von Niederländern im Ausland, die an den Wahlen teilnehmen wollen. Auch wurden Sommer- und Herbstferien berücksichtigt. In den Niederlanden wird traditionell an einem Mittwoch gewählt.
Regierungsbildung wird wohl wieder schwierig
Ob sich nach der Neuwahl in den Niederlanden stabilere politische Verhältnisse ergeben, ist unklar. Die Parteienlandschaft ist stark zersplittert. Schon in der Vergangenheit erwiesen sich Koalitionsverhandlungen kompliziert und langwierig. Die Umsetzung eines gemeinsamen Kurses war danach entsprechend schwierig.
Rechtspopulist Wilders bekräftigte bereits sein Ziel, mit seiner Partei erneut stärkste Kraft zu werden und selbst das Amt des Regierungschefs anzustreben. Ob seine bisherigen Partner aber erneut zu einem Bündnis bereit sind, ließen sie bislang offen./evs/DP/mis
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.