- Die USA haben einen kubanischen Diplomaten ausgewiesen.
- Der Vorfall fand während einer UN-Sitzung statt.
- Die UN-Generalversammlung stimmte gegen das US-Embargo.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, hatte zuvor in einem Interview gesagt, Außenminister Marco Rubio habe die Ausweisung eines Mannes unterzeichnet, der einen US-Diplomaten "geschubst" und versucht habe, ihn anzugreifen.
Bei den Vereinten Nationen war es am Dienstag zu einem Eklat gekommen. In der Sitzung anlässlich einer alljährlichen Resolution gegen das seit Jahrzehnten geltende US-Embargo gegen Kuba hatten Vertreter des Inselstaates lautstark gegen die Rede von Waltz protestiert und ihn unterbrochen.
Auf Videos war zu sehen, wie der nun ausgewiesene Diplomat dem Anschein nach versucht, eine Person daran zu hindern, ihn zu filmen. Die kubanische Seite schilderte die Situation in einem Brief an UN-Generalsekretär Antonio Guterres, dass der Diplomat von einem US-Vertreter bedrängt worden sei.
Waltz hatte vor den Ländervertretern scharfe Kritik an der Führung Kubas seit Fidel Castro ausgebreitet. Kubas Außenminister Bruno Rodríguez schritt in Richtung des Rednerpults, worauf hin Waltz Sätze rief wie "Halt Abstand" und "Das ist nicht Ihre kommunistische Diktatur".
Abstimmung über US-Embargo
Die UN-Generalversammlung stimmt seit 1992 jährlich über eine Resolution zur Beendigung des seit mehr als 60 Jahren bestehenden US-Embargos ab. Die USA hatten vor der diesjährigen Abstimmung vehement bei Staaten gegen die Resolution geworben. Sie wurde auch in diesem Jahr von der Mehrheit der Staaten angenommen - allerdings weniger Stimmen als im vorangegangenen Jahr. Deutschland etwa hatte 2025 für die Resolution gestimmt und enthielt sich jetzt. Die Resolution hat keine bindende, aber eine symbolische Wirkung.
Havanna begrüßte das Ergebnis der Abstimmung als Sieg für Kuba. "Die Welt hat sich erneut mehrheitlich gegen die Blockade ausgesprochen, trotz des massiven Drucks und der Erpressungsversuche der USA, den Ausgang dieser Abstimmung zu beeinflussen", schrieb Präsident Miguel Díaz-Canel auf X.
Zwischen den USA und Kuba sind die Beziehungen seit Jahrzehnten angespannt. Die Lage hat sich unter US-Präsident Donald Trump durch Sanktionen und ein Ölembargo weiter verschärft. Trump hatte zudem sogar mit einer Übernahme der nur rund 150 Kilometer von Florida entfernten Insel gedroht./apo/DP/he
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