Muse gegen ChatGPT: Ist die Meta-Aktie jetzt ein Kauf?

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Meta Platforms ist ein globales Technologieunternehmen, das sich auf soziale Medien, virtuelle Realität und Augmented Reality konzentriert.
©unsplash.com
Metas Assistent Muse bindet Nutzerinnen und Nutzer fast so gut wie ChatGPT. Doch Instagram spielt in einer anderen Liga. Die Milliarden für künstliche Intelligenz müssen sich erst auszahlen. Kauf?
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Meta holt im Rennen der digitalen Assistenten auf. Mehr als 30 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer des neuen Assistenten Muse öffnen die App nach sieben Tagen erneut. Damit kommt Meta nah an ChatGPT heran, schrieb der Wagniskapitalgeber Deedy Das auf der Plattform X unter Berufung auf Daten von Sensor Tower. Nach 14 Tagen lag die Quote bei 22 Prozent und damit knapp unter dem Wert von OpenAI. Die sogenannte Bindungsrate zeigt, wie viele Menschen nach einer bestimmten Zeit zu einer App zurückkehren.

Starker Start im App Store

Meta hat Muse am 8. September in den Vereinigten Staaten gestartet. Der Assistent soll nicht nur plaudern, sondern Aufgaben erledigen, etwa Reservierungen buchen oder E-Mails verwalten. Neben einer kostenlosen Version gibt es Abos für 20 und 100 US-Dollar im Monat.

In den ersten zwei Wochen wurde Muse laut Sensor Tower weltweit 2,8 Millionen Mal heruntergeladen. ChatGPT kam in seinen ersten beiden Wochen auf 3,7 Millionen, Grok auf 400.000 und Claude auf 300.000 Downloads.

Werte aus dem Artikel:
Meta Platforms Aktie 738,32 $ -3,17%

Instagram bleibt eine andere Liga

Vom Sog der eigenen sozialen Netzwerke ist Muse allerdings weit entfernt. Nach 14 Tagen kehren bei WhatsApp noch 67 Prozent zurück, bei Instagram 54 Prozent. YouTube kommt auf 59 Prozent, TikTok und Snapchat auf 37 Prozent. "Für die große Mehrheit der Nutzer sollte die kostenlose Version reichen", sagte Metas KI-Chef Alexandr Wang zum Start. Die Abos sollen die Rechenkosten der Vielnutzer decken.

Die Aktie vor den Zahlen

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Diese Kosten sind gewaltig. Für 2026 plant Meta Investitionen von 130 bis 145 Milliarden US-Dollar. An der Börse legte die Aktie seit Jahresbeginn laut MarketScreener knapp neun Prozent zu und schloss am Freitag bei 718,67 US-Dollar.

Mit einem Börsenwert von 1,8 Billionen US-Dollar ist Meta nicht einmal halb so schwer wie Alphabet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das Jahr 2026 liegt bei 23. Die 63 Analystinnen und Analysten raten im Schnitt zum Kauf und sehen gut zehn Prozent Luft nach oben. Ende Oktober dürfte Meta die Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. Für den Umsatz hat der Konzern 61 bis 64 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt.

Fazit

Muse zeigt, dass Meta im KI-Geschäft mitspielen kann. Noch fehlt aber der Beweis, dass aus Downloads Gewohnheiten und aus Gewohnheiten Umsatz werden. Die Quartalszahlen müssen zeigen, ob die Milliardeninvestitionen sich auszahlen. Bei einer moderaten Bewertung bleibt die Meta-Aktie für geduldige Anlegerinnen und Anleger interessant.


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