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Moskau nennt Brandanschlagsvorwürfe aus London lächerlich

MOSKAU (dpa-AFX) - Russland hat Spekulationen über eine mögliche Verwicklung in einen Brandanschlag auf das Haus des britischen Premierministers Keir Starmer als lächerlich zurückgewiesen. "London neigt dazu, Russland zu verdächtigen, hinter allem schlechten zu stehen, das in Großbritannien passiert", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. In der Regel seien diese Verdächtigungen "grundlos, ohne Beweise und nicht selten lächerlich", fügte er hinzu.

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Die Moskauer Basilius-Kathedrale.
Quelle: - pixabay.com:

Im Mai waren innerhalb weniger Tage sowohl an einem Haus des Premiers im Norden Londons als auch an einer weiteren Immobilie und einem Auto, die mit Starmer in Verbindung stehen, Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. In der Folge wurden drei Verdächtige festgenommen, zwei ukrainische und ein rumänischer Staatsbürger.

Starmer bezeichnete die Tat als "Angriff auf uns alle, unsere Demokratie und die Werte, für die wir stehen." Der Premier lebt mit seiner Familie seit Amtsantritt im Regierungssitz Downing Street, sein früheres Wohnhaus im Stadtteil Kentish Town wird Berichten zufolge vermietet.

Anti-Terror-Experten ermitteln

Medienberichten zufolge prüfen Ermittler unter anderem, ob es eine Verbindung nach Russland geben könnte. Geprüft werde, ob Akteure in Russland die Verdächtigen rekrutiert haben könnten, berichtete die "Financial Times". Selbst wenn dies der Fall wäre, heiße das aber nicht unbedingt, dass der Kreml auch den Auftrag gegeben habe oder die Verdächtigen von einer russischen Beteiligung gewusst hätten, schrieb die Zeitung. Die Metropolitan Police und die Downing Street äußerten sich laut der Zeitung und der BBC nicht dazu. Anti-Terror-Experten hatten die Ermittlungen übernommen.

Großbritannien gilt als einer der stärksten Unterstützer der Ukraine, die sich seit mehr als drei Jahren gegen einen Angriffskrieg Russlands verteidigt. Die Beziehungen von London und Moskau sind aber bereits seit längerem angespannt, etwa wegen der Vergiftung des übergelaufenen russischen Geheimagenten Sergej Skripal mit dem Nervengift Nowitschok./bal/DP/he

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