Micron springt nachbörslich zweistellig: KI-Nachfrage treibt Umsatz und Gewinn
Ferdinand Hammer
Ferdinand Hammer
Ferdinand Hammer ist seit 2017 als Finanzjournalist tätig. Vor seinem Wechsel in den Börsenjournalismus arbeitete er unter anderem für das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Seine Themenschwerpunkte sind ESG-Investments, US-Technologiewerte und E-Autoaktien.
Der Speicherchip-Konzern Micron hat mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen klar übertroffen. Besonders stark wächst das Geschäft mit Rechenzentren und Cloud-Speichern.
Für dich zusammengefasst:
Micron-Aktie stieg nachbörslich um mehr als 15 Prozent.
Im dritten Quartal erzielte Micron einen Umsatz von 41,46 Milliarden US-Dollar.
Die Bruttomarge erhöhte sich auf 84,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Nach US-Börsenschluss hat die Micron-Aktie kräftig zugelegt. Im nachbörslichen Handel an der Nasdaq stieg das Papier um mehr als 15 Prozent. Auslöser hierfür waren deutlich bessere Quartalszahlen als erwartet sowie ein Ausblick, der ebenfalls klar über den Prognosen der Analysten lag.
Für das dritte Geschäftsquartal meldete der US-amerikanische Hersteller von Speicherchips einen Umsatz von 41,46 Milliarden US-Dollar. Experten hatten laut LSEG im Schnitt nur mit 35,84 Milliarden US-Dollar gerechnet. Auch beim Ergebnis schnitt Micron besser ab als erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 25,11 US-Dollar, während Analysten nur 20,78 US-Dollar prognostiziert hatten.
Besonders auffällig ist der Vergleich mit dem Vorjahr. Damals hatte Micron noch Erlöse von 9,3 Milliarden US-Dollar erzielt. Damit hat sich der Umsatz innerhalb eines Jahres mehr als vervierfacht.
Auch für das laufende Quartal zeigt sich das Unternehmen optimistisch. Micron stellt einen Umsatz von rund 50 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Die Markterwartung lag zuvor bei 43,58 Milliarden US-Dollar.
Hinter dem starken Wachstum steht vor allem die anhaltend hohe Nachfrage nach Speicherchips für Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz. Rechenzentren, KI-Server sowie Chips von Nvidia und Prozessoren von Google benötigen große Mengen an Speicher. Die knappe Verfügbarkeit lässt die Preise nicht nur im Datencenter-Geschäft, sondern auch bei Speicherlösungen für Smartphones, Laptops und andere Geräte steigen.
Besonders kräftig legte Micron im Datencenter-Segment zu. Die Erlöse stiegen dort von 1,53 Milliarden auf 11,5 Milliarden US-Dollar. Im Cloud-Speicher-Geschäft kletterte der Umsatz sogar um mehr als 300 Prozent auf 13,77 Milliarden US-Dollar. Auch das Geschäft mit mobilen Geräten und Clients wuchs stark und erreichte nach einem Plus von 250 Prozent 11,52 Milliarden US-Dollar.
Langfristige Kundenvereinbarungen sollen für zusätzliche Planungssicherheit sorgen. Micron hat 16 Verträge mit Laufzeiten von drei bis fünf Jahren abgeschlossen. Diese umfassen finanzielle Verpflichtungen von 22 Milliarden US-Dollar. Laut dem Unternehmen könnte künftig mindestens die Hälfte des Umsatzes über solche strategischen Vereinbarungen abgesichert werden.
Auch bei der Profitabilität machte Micron einen deutlichen Sprung. Die Bruttomarge erhöhte sich von 39 Prozent im Vorjahr auf 84,9 Prozent. Der Nettogewinn stieg auf 28,24 Milliarden US-Dollar. Zudem sollen die Aktionäre im Juli eine Dividende von 15 Cent erhalten.
Fazit: Micron profitiert massiv vom KI-getriebenen Speicherboom. Die Zahlen zeigen die derzeit starke Nachfrage nach Speicherchips – und der Ausblick deutet darauf hin, dass der Boom noch nicht vorbei sein dürfte.
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