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Marode Brücken: Höhere Geldbußen für Lastwagen?

BERLIN/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Marode Brücken in Deutschland könnten künftig besser vor einer Überlastung durch schweren Lkw-Verkehr geschützt werden. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) zeigte sich offen für eine Bundesrats-Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen. Dabei geht es um höhere Bußgelder bei Verstößen gegen Gewichtsbeschränkungen.

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"Jeder Verstoß gegen die Gewichtsbeschränkungen auf unseren Brücken ist einer zu viel", sagte NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne). "Unsere Messungen an besonders sensiblen Brücken zeigen, dass noch immer zu viele schwere Lkw trotz klarer Gewichtsbeschränkungen darüberfahren." Das passiere teilweise ganz bewusst. "Damit werden Brücken unnötig kaputtgefahren und das können wir nicht hinnehmen. Die aktuellen Strafen für Lkw, die Verbote ignorieren, liegen unter 100 Euro. Damit sich das wirtschaftlich nicht mehr lohnt, müssen die Bußgelder deutlich höher liegen."

Brücken vor zu schweren Lkw schützen

Schnieder sagte der "Süddeutschen Zeitung": "Wir wollen alles tun, damit der Verkehr bis zu einem Ersetzen der Brücke läuft." Dafür sei insbesondere der Schutz bestehender Brücken enorm wichtig. "Ich bin offen dafür, zusammen mit den Ländern auszuloten, wie wir die Brücken besser vor zu schweren Lkw schützen können. Dabei werden wir uns auch die Bußgeldhöhen genau anschauen." Genauso wichtig wie spürbare Bußgelder seien jedoch wirksame Kontrollen, etwa über Gewichtsmessungen während der Fahrt mittels modernster Technik. "Hier sind wir mit unseren Experten dran", sagte Schnieder.

In dem Antrag von NRW heißt es: "Weil die vorgesehenen Strafen teils weniger als 100 Euro betragen, kann es sich für die Unternehmen wirtschaftlich lohnen, Brücken trotz der Gewichtsbeschränkung und trotz der vorgesehenen Strafen zu befahren, um beispielsweise kürzere und schnellere Routen zu nutzen oder Zusatzfahrten einzusparen."/hoe/DP/stw

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