02.04.2026
An den Finanzmärkten schwanken die Anleger von einem Tag zum anderen zwischen der Hoffnung auf eine Öffnung der „Straße von Hormus“ und Befürchtungen einer drohenden Benzinknappheit. Jegliche Einordnung der Marktentwicklungen besitzt eine Halbwertszeit von nur wenigen Stunden. Daher widme ich mich heute mal wieder einem Thema mit einer etwas längeren Haltbarkeit: Den Konjunkturaussichten Deutschlands und den Implikationen der jüngsten „Gemeinschaftsdiagnose“ für die Staatsfinanzen.
Planmäßig legten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute am Mittwoch ihr Halbjahresgutachten, die sogenannte „Gemeinschaftsdiagnose“, vor. Schlagzeilenträchtig wurden darin die Wachstumsaussichten für die deutsche Volkswirtschaft im laufenden Jahr im Vergleich zum Herbstgutachten mehr als halbiert, jene für das Jahr 2027 um einen halben Prozentpunkt gekappt. Bereits vor einer Woche signalisierte die Deutsche Bundesbank, dass die deutsche Volkswirtschaft im ersten Quartal möglicherweise stagniert habe – und das, obwohl die ersten zwei Monate des Quartals noch frei von jeglichen Energiepreisexplosionen abliefen.
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