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Zwischen Zoll-Zickzack, Zinswende und Rekordmetallen!

2025 war ein Börsenjahr im Wechselbad: Wall Street lieferte Rekordserien, Europa hinkte phasenweise hinterher.
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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

die Märkte schwankten im Takt von Zoll-Tweets, Datenlücken durch den US-Shutdown und einer spät, aber spürbar einsetzenden Zinswende. KI-Schwergewichte blieben Taktgeber – mit bewunderter Ertragskraft und wiederkehrenden Bewertungszweifeln.

 

Die USA verbuchten sechs Gewinnmonate am Stück und einigen neuen Allzeithochs. Im Sommer breitete sich die Rallye erstmals sichtbar von MegaCaps auf Nebenwerte aus. Europa pendelte zwischen Licht (Export- und Luxuswerte, Defense, einzelne Tech-Championats) und Schatten (politische Risiken, konjunkturelle Flaute). Mehrfach kam es zu nervösen Episoden: ein scharfer Rutsch Mitte Oktober nach einem Zollschock, Gewinnmitnahmen rund um ‚Triple Witching‘ und immer wieder KI-Rotationen (Erleichterung nach starken Zahlen – dann Ernüchterung über Bewertungen). Unterm Strich blieb das Momentum positiv – „wall of worry“ in Reinform.

 

Quelle: Onvista.de

 

Die Fed leitete im September die Wende mit –25 bp ein und legte im Dezember erneut um 25 bp nach, die Notenbank signalisierte für 2026 Vorsicht statt Feuerwerk. Die EZB senkte in mehreren Schritten à 25 bp, die SNB ging bis 0 %, die BoE startete sanft, die BoJ blieb verlässlich vorsichtig. US-Langläufer schwankten überwiegend in einer Spanne von ca. 4,1 bis 4,8 % (10J), die 2-Jahres-Rendite verteidigte über weite Strecken die 3,5 %-Zone. Der Dollar oszillierte – Phasen der Schwäche stützten Risikoanlagen und Rohstoffe.

 

Der Fadenriss in der Handelspolitik zog sich durchs Jahr: hohe „Reziprozitätszölle“, Deadlines, 90-Tage-Pausen, punktuelle Deals (u. a. UK-USA) und Zwischenhochs bei der Eskalation gegenüber China. In Europa drückten Haushalts- und Schuldenfragen sowie Episoden politischer Unsicherheit die Stimmung. Geopolitisch schwankten die Risikoprämien zwischen Ukraine-Krieg und der Israel–Iran-Spannung – von Luftschlägen bis zur zwischenzeitlichen Entspannung; Flucht in sichere Häfen blieb ein wiederkehrendes Muster.

 

Schlussendlich war das es das Jahr der Rohstoffe:

 

Gold markierte neue Allzeithochs über 4.500,- USD/oz und legte im Jahresverlauf um die 70 % zu, getragen von Zinswende-Fantasie, Zentralbankkäufen und geopolitischen Risiken. Silber zog noch stärker an und verdoppelte sich zeitweise auf fast 80,- USD/oz; Rückenwind durch ETF-Zuflüsse und strukturelle Nachfrage (Solar, Batterien). Auch Kupfer kletterte an Rekordniveaus über 11.000,- USD/t (LME 3-Monat), getrieben von Angebotsstörungen (u. a. Indonesien/Chile), Datacenter- und Netzinfrastruktur-Capex sowie Phasen eines schwächeren USD – gedämpft durch chinesische Nachfragesorgen und Zolldiskussionen (Teilzölle auf Halbzeuge statt Raffinat).

 

Quelle: Onvista.de

 

Industriemetalle blieben insgesamt volatil, aber mit klar positivem Drift – China-Politik und US-Zinspfad blieben die Taktgeber.

 

Leitmotive des Jahres:

  1. KI als Kurstreiber – und Bewertungsstresstest. Starke Prints (Nvidia & Co.) hielten den Zyklus am Laufen, doch jede Enttäuschung löste schnelle Faktor-Rotationen aus.
  2. Zinswende light. Zwei Fed-Cuts brachten Rückenwind, ohne eine exzessive Lockerung zu signalisieren.
  3. Zoll-Zickzack. Ankündigen, pausieren, verhandeln – das Muster hielt Volatilität hoch und die Risikoaufschläge sprunghaft.
  4. Rohstoff-Regimewechsel. Gold/Silber als Schutzschirme, Kupfer als Engpassmetall der Elektrifizierung.

 

Ausblick 2026 in drei Zeilen. Die Marktbreite nach der Zinswende ist der entscheidende Qualitätsindikator. Der Tarif-Pfad bleibt der größte externe Risikofaktor; auf der Rohstoffseite sprechen Unterinvestition + Infrastruktur/AI-Capex für anhaltend straffe Fundamentaldaten – mit Kupfer als strategischem Nadelöhr und Gold/Silber als Portfolio-Stabilisatoren. Zum Thema Depotstabilisatoren finden Sie in unseren folgenden Arrtikeln noch weitere Infos.

 

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Viele Grüße und ein glückliches Händchen beim Handeln,

Ihr

Jörg Schulte

 

 

 

 

 

 

 

Quellen: Quellen: marketscreener.com, onvista.de, Reuters.de, eigener Research, Bildquellen: tradingeconomics.com, onvista.de, MinerDeck, Intro Bild: stock.adobe.com,

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JS Research
Jörg Schulte betreibt die Internetseite js-research.de und beschäftigt sich speziell mit Bergbauunternehmen und Minenaktien aus allen Entwicklungsstufen. Zu den Unternehmen aus seiner Beobachtungsliste werden kontinuierlich Updates, Artikel über die Geologie und dem operativen Geschäft veröffentlicht. Dadurch sollen die Leser aktuelle Hintergrundinformationen erhalten, die sie anregen sollen, sich im Eigenstudium tiefer einzuarbeiten. Auf seiner Internetseite können Sie sich für den kostenlosen & unverbindlichen Newsletter eintragen, der Sie zeitnah über aktuelle Geschehnisse zu Werten aus der Beobachtungsliste und dem Rohstoffmarkt informiert.
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