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Zertifikate: „So extrem war es noch nie“

Amerikanische Tech-Aktien und Edelmetalle sind die beliebtesten Basiswerte im Handel mit Hebelprodukten und Anlagezertifikaten. Indizes sind weniger gefragt als üblich.
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13. November 2025. FRANKFURT (Deutsche Börse). „Normalerweise liegt das Orderaufkommen in DAX-Papieren bei rund 30 Prozent, aktuell sind es gerade mal 20 Prozent“, berichtet Markus Königer von der ICF Bank. Der Fokus der Anlegerinnen und Anleger liegt zunehmend auf Einzelwerten. Ein Trend, den der Zertifikate-Händler seit einigen Monaten beobachtet. „So extrem waren die Zahlen aber noch nie.“ Unter den meistgehandelten Produkten der vergangenen vier Wochen kommt das erste DAX-Papier erst an 14. Stelle. Selbst in Berichtssaisons sei es bislang „noch nie so gravierend gewesen wie jetzt“.

„DAX-Trading kommt oft erst im zweiten Schritt“

Peter Bösenberg von der Société Générale bestätigt die Entwicklung. „Selbst bei Gold und Silber ist mehr los als im DAX“. Der Zertifikate-Spezialist nennt zwei mögliche Gründe für die Verschiebungen im Handel. „Der DAX bewegt sich seit einigen Wochen nicht mehr so stark, während es bei vielen Aktien immer wieder zu deutlichen Kursausschlägen kommt.“ Zudem hat er den Eindruck, dass sich vor allem die vielen Börsenneulinge zunächst eher mit Einzelaktien beschäftigen als mit Indizes. „DAX-Trading kommt oft erst im zweiten Schritt“. 

Alles dreht sich um das Thema KI

Gehandelt werden aktuell vor allem Hebelprodukte auf US-Tech-Werte. Dabei wird mehrheitlich auf steigende Kurse gesetzt. Als beliebteste Produkte nennt Königer Call-Optionsscheine auf Alphabet (DE000HS75U56), Nvidia (DE000HT7ZSA3), Palantir (DE000HT5LEV3) und Netflix (DE000HT5CHQ5). Ähnlich sieht es bei der Société Générale aus. Hier steht „alles rund um das Thema KI“ im Fokus. Bösenberg berichtet von starken Käufen des Best Unlimited Turbo-Optionsschein auf AMD (DE000CJ5NUJ7). Heiß begehrt sind auch Quantencomputer-Aktien. Geordert wird vor allem ein Unlimited Turbo-Optionsschein auf IonQ (DE000FD21X16). 

Long und Short im Gold

Im Handel mit Produkten des Bankhaus Vontobel zählen ein Open-End Turbo-Put auf Nvidia (DE000VC2ZJR8), ein klassischer Put-Optionsschein auf Tesla (DE000VD9A2N4) und ein Open-End Turbo-Long auf Rheinmetall (DE000VH1THL5) zu den gefragtesten Scheinen, wie David Hartmann erklärt. „Zudem war Gold aufgrund der jüngsten Marktentwicklung der beliebteste Basiswert im Rohstoffbereich“. Das gilt auch für die Société Générale. „Gold wird sowohl auf der Long-Seite (DE000FD25EK6) als auch auf der Short-Seite (DE000FC18PQ6) kräftig gehandelt“, merkt Bösenberg an. Das Edelmetall hatte nach seinem Höhenflug zuletzt kräftiger korrigiert.

Aktienanleihe auf Rüstungskonzern stark nachgefragt

Auch ausgewählte Anlageprodukte werden gesucht. Im Primärmarkt sorgte die Aktienanleihe Pro mit Barriere auf den Rüstungskonzern Hensoldt AG (DE000VH53JR0) für reges Interesse, berichtet Hartmann. „Das attraktive Risiko-Rendite-Verhältnis, das durch einen Kupon von 13 Prozent p.a. bei einer endfälligen Barriere von 80 Prozent geprägt ist, überzeugte viele Investoren“. Zudem erfreuen sich Discounter auf Rohstoffe großer Beliebtheit, wobei ein bis Juni 2026 laufendes Zertifikat auf Silber (DE000VG28G66) in den vergangenen Wochen als Umsatzspitzenreiter hervortrat. Der Cap liegt hier mit 32,50 Dollar recht deutlich unter dem aktuellen Silberpreis, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Rückzahlung zum Höchstbetrag derzeit als vergleichsweise hoch eingeschätzt wird.

Von Thomas Koch, 13. November 2025 © Deutsche Börse AG

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