Wie auch in der Artikelserie Dividenden-Aktien mit Rabatt haben wir uns für Kaufenswerte Aktien drei Neuerungen ausgedacht. Erstens umfasst die Liste analog zu unserer beliebten Dividendenserie nun 50 statt 30 Aktien. Zweitens zeigt die Tabelle für jede Aktie die drei Qualitätsscores aus dem Aktienfinder, sodass du Preisabschlag und Qualität auf einen Blick erkennst. Und drittens analysieren wir anstelle von drei ausführlichen Einzelanalysen jene Aktien, die in der Liste die größten Sprünge gemacht haben, nach oben wie nach unten.
So sprang die Aktie von Stryker im September von Platz 65 auf Platz 24, während Salesforce nach einer Kursrallye im September sogar aus den Top 50 gefallen ist.
Die Platzierungen basieren auf den Kauflimits unserer Mitglieder, die auf der Suche nach qualitativ hochwertigen und zugleich günstig bewerteten Aktien sind. Ganz oben stehen die Aktien, deren Kurs am weitesten unter dem durchschnittlich hinterlegten Kauflimit liegt. Und unten nun die komplette Liste der Top 50 kaufenswerten Aktien des September 2026, sortiert nach dem höchsten prozentualen Preisabschlag des Aktienkurses zum Mittelwert der hinterlegten Kauflimits.
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Neu in der Tabelle sind die drei Qualitätsscores aus dem Aktienfinder. Sie bewerten jede Aktie auf einer Skala bis 10 ausgehend von den gängigsten Anlagestrategien. Der dunkelblaue Score steht für die Dividendenertrags-Strategie, der blaue für die Dividendenwachstums-Strategie und der grüne für die Gewinnwachstums-Strategie. Ein Strich bedeutet, dass die Aktie für diese Strategie nicht bewertet werden kann, etwa weil sie keine Dividende zahlt.
Nach oben geht es in unserer Liste, wenn der Aktienkurs gegenüber dem durchschnittlich hinterlegten Kauflimit fällt. Meist stecken Kursverluste dahinter, manchmal aber auch steigende Kauflimits, weil ihr einer Aktie nach guten Nachrichten ein höheres Kauflimit zugesteht. Diese drei Aktien haben im September die meisten Plätze gutgemacht.
Bei diesen drei Aktien ging es am deutlichsten nach unten. Der Grund sind Kursgewinne, die den Kurs über das hinterlegte Kauflimit heben oder noch weiter davon entfernen, oder Mitglieder, die ihre Limits nach einer Rallye oder einem getätigten Kauf löschen.
Nun nehmen wir uns die drei größten Aufsteiger und die drei größten Absteiger des Monats vor und analysieren, ob sich ein Einstieg lohnen könnte.
Keine Aktie hat im September so viele Plätze gutgemacht wie die von Stryker. Der Medizintechnikkonzern klettert um 41 Plätze von Rang 65 auf Rang 24, weil die Aktie binnen eines Monats rund 21 Prozent auf 238 Euro verlor. Das durchschnittliche Kauflimit gab nur leicht von 262,89 auf 245,46 Euro nach, und die Zahl der Kauflimits stieg von 461 auf 557. Die Talfahrt begann mit einem Cyberangriff im März, der die Produktion zwei Wochen lahmlegte, und setzte sich fort, als das Management Ende Juli die Jahresprognose nur einengte, statt sie anzuheben. Anfang September sprach der Finanzchef zudem von Lieferengpässen im Gefäßgeschäft, die das Wachstum bis ins vierte Quartal bremsen, sowie von schwächerer Nachfrage nach Hüftimplantaten. Die Aktie fiel auf ein 52-Wochen-Tief und liegt nun 35 Prozent unter ihrem Hoch.
Die Stryker Aktie hat seit ihrem Hoch mehr als ein Drittel verloren, brachte Anlegern über zehn Jahre aber noch immer 10,6 Prozent Rendite pro Jahr
Stryker aus Michigan zählt zu den größten Medizintechnikkonzernen der Welt und verdient sein Geld in zwei Segmenten. Das Segment MedSurg and Neurotechnology steuerte 2025 mit 15,6 Milliarden USD gut 60 Prozent des Umsatzes bei und umfasst chirurgische Instrumente, Endoskopie, Krankenhausbetten, Neurotechnologie und seit der Übernahme von Inari das Gefäßgeschäft. Das Segment Orthopaedics setzte 9,5 Milliarden USD mit Hüft- und Knieimplantaten, Trauma- und Extremitätenprodukten sowie dem Operationsroboter Mako um. Beide Segmente erzielen eine Marge von rund 30 Prozent.
Fundamental zählt Stryker zu den stabilsten Wachstumsaktien der Medizintechnikbranche. Der Umsatz wuchs in den letzten zehn Jahren um 9 Prozent pro Jahr, der bereinigte Gewinn um 10 Prozent, und beide erreichen eine Stabilität von 0,97. Die operative Marge hat sich trotz Cyberangriff auf rund 25 Prozent verbessert, und trotz des Goodwills aus Übernahmen bleibt die Verschuldung mit einer Schuldenquote von 32 Prozent und einer Tilgungsdauer von unter fünf Jahren beherrschbar. Die Dividende steigt seit 16 Jahren und beansprucht nur ein Viertel des Gewinns.
Mit einem bereinigten KGV von 19,9 notiert Stryker so günstig wie seit Jahren nicht. Wir setzen ein faires KGV von 20 an und bleiben damit deutlich unter den Werten von 24 bis 28 der letzten Jahre. Wachsen die bereinigten Gewinne wie erwartet um rund 11 Prozent pro Jahr, winken bis Ende 2029 inklusive Dividenden rund 55 Prozent Rendite beziehungsweise 14,2 Prozent pro Jahr.
Bei einem fairen KGV von 20 bietet die Stryker Aktie bis Ende 2029 ein Renditepotenzial von 14,2 Prozent pro Jahr
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