Inflationsschock im Nasdaq: 200 Punkte Absturz – dann dreht der Markt!

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Nach einem schwachen Mittwoch an den Weltbörsen sahen wir im DAX bereits eine deutliche Erholung. Die Kurse in der Vorbörse wurden gekauft und nach dem Xetra-Start und einem schnellen Test der 25.400 zog der Leitindex weiter. Bis zu den US-Daten am Nachmittag erreichten wir wieder die 25.550 Punkte-Marke und somit den Bereich, an dem wir vor der EZB-Nachricht gestern standen. Das Minus war somit, bezogen auf den Ankerpunkt, aufgeholt worden.

Ähnlich robust und damit fast schon euphorisch zeigten sich die US-Futures im europäischen Handel. Der Nasdaq hatte gestern, falls Du im Livetrading dabei warst, fast die 29.000 getestet und dort einen Boden gebildet. Auf die Gegenbewegung vom Vortag folgte heute eine Fortsetzung, die bis über 29.300 Punkte zum Mittag reichte. Zur Erinnerung: Die US-Erzeugerpreise zeigten einen Anstieg von 0,4 Prozent zum Vormonat und fielen damit zwar wie erwartet aus, aber zum Vorjahresmonat sind die Erzeugerpreise mit +5,4 Prozent etwas stärker gestiegen als erwartet (Prognose war +5,3 Prozent, Vormonat war +4,7 Prozent Anstieg). Das führte zu weiterer Angst vor steigenden Zinsen und direkten Verlusten am Aktienmarkt.

Heute war die Sachlage ähnlich. Die US-Verbraucherpreise sind mit +0,4 Prozent zum Vormonat wie erwartet ausgefallen (Vormonat Anstieg nur +0,1 Prozent), zum Vorjahresmonat stiegen die Preise um +3,4% und damit ebenfalls wie erwartet, das ABER kommt jedoch beim Blick auf die Details. Denn in der Kernrate (ohne Nahrung und Energie) steigen die Preise zum Vormonat um +0,3 Prozent und damit stärker als erwartet (Prognose war +0,2 Prozent, im Vormonat war der Anstieg auch +0,2 Prozent). Energie stieg sogar um +4,2 Prozent, Benzin um +3,9 Prozent zum Vormonat.

Das schockte die Märkte zunächst, der Nasdaq-Future verlor binnen Sekunden 200 Punkte, holte sie aber dann langsam wieder auf. In diesen Anstieg hinein versuchte ich, eine Short-Position zu etablieren, da ökonomisch die Daten war "inline" aber absolut betrachtet schlecht sind. Inflation ist weiter das dominierende Thema bei der Fed. Doch während am Vortag diese Datenlage zu einem stärkeren Rückgang führte, war heute das Gegenteil der Fall - so unterschiedlich kann der Börsenhandel sein. Für meine Position stand ein enger Stopp von 20 Punkten im Markt, der ausgelöst wurde. Unter Risikogesichtspunkten ist dies immer besser, als in einen "Hoffnungsmodus" zu verfallen. Immerhin kann sich das Bild dann mit dem Wall Street Start 15.30 Uhr auch noch einmal wenden, wie wir gestern schon in der anderen Richtung erlebten.

Neben der Projektion der Daten auf das Zinsgefüge und die anstehende Fed-Sitzung in wenigen Tagen schauten wir auch noch einmal explizit auf die DAX-Erholung heute und interpretierten das Geschehen am Zinsmarkt für die KI-Hyperscaler. Denn am Vorabend meldete Oracle seine Quartalszahlen und verwies erneut auf hohe Schulden. Mit steigenden Zinsen könnten sich für dieses und andere Technologieunternehmen der Break Even der Investitionen merklich in die Zukunft verlagern. Auch das gilt es an der Börse mittelfristig zu berücksichtigen.

Zum Wochenstart sind wir dann wieder für Dich im Wochenausblick 10.30 Uhr oder zum Wall Street Start 15.15 Uhr live dabei. Melde dich gern wieder an unter:

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DAX 40 25.109,64 +1,22%
Inflation 3,30 % 0,00%
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