Aztec Minerals (TSX-V: AZT; WKN A2DRF0) blickt auf ein aus Unternehmenssicht entscheidendes Jahr 2025 zurück. Der Explorer konzentriert sich auf zwei Kernprojekte in Nordamerika: einen 85%-Joint-Venture-Anteil am Tombstone-Silber-Gold-Projekt im Südosten Arizonas sowie eine 100%-Beteiligung am Cervantes-Gold-Kupfer-Projekt im mexikanischen Bundesstaat Sonora.
Wie Präsident und CEO Simon Dyakowski erklärt, war 2025 ein Jahr, in dem Aztec Minerals die Basis für die Zukunft gelegt hat. Technisch standen neue Bohrerfolge auf Tombstone und die systematische Weiterentwicklung von Cervantes im Vordergrund. Unternehmensseitig stärkte Aztec Minerals die Kapitalbasis und erhöhte den JV-Anteil an Tombstone auf 85 %. Vor dem Hintergrund historischer Hochs bei Gold- und Silberpreisen bereitet sich das Unternehmen jetzt auf ein erweitertes Arbeitsprogramm im Jahr 2026 vor.
Im Fokus von Aztec stand 2025 klar das Tombstone-Projekt in Arizona. Der Distrikt gilt als historischer Silber-Gold-Standort, den Aztec mit modernen Explorationstechniken neu untersucht.
Zu Jahresbeginn meldete das Unternehmen die bislang höchsten Silbergehalte, die durch Aztec auf Tombstone gebohrt wurden. In Bohrloch TR24-16 im südlichen Erweiterungsbereich der historischen Contention-Grube wurde eine extrem hochgradige Zone durchteuft:
- 1,52 Meter mit 7.269 g/t Silberäquivalent (entsprechend 3.669 g/t Silber und 44,7 g/t Gold),
eingebettet in
- 25,8 Meter mit 569 g/t Silberäquivalent bei überwiegend oxidischer Silber-Gold-Mineralisierung.
- Insgesamt lieferte dasselbe Bohrloch 106,4 Meter mit durchschnittlich 147,9 g/t Silberäquivalent (0,90 g/t Gold und 76,2 g/t Silber), womit die Kontinuität der flach lagernden Oxidmineralisierung entlang des Contention-Trends weiter untermauert wurde.
Parallel dazu testete Aztec Minerals erstmals systematisch die Westside-Zielzone westlich der Contention-Grube. Bohrloch TR24-13 durchschnitt 24,4 Meter mit 106,24 g/t AgEq innerhalb eines breiteren Abschnitts von 85,4 Metern mit 47,31 g/t AgEq in geringer Tiefe. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Westside-Struktur ebenfalls flach liegende Silber-Gold-Oxidmineralisierung ähnlich der Contention-Zone beherbergen könnte.
Um die Kontrolle über aussichtsreiche Strukturen zu sichern, vergrößerte Aztec Minerals 2025 das Landpaket Tombstone deutlich: Durch das Abstecken von 31 zusätzlichen Claims erhöhte sich die Projektfläche um rund 47 % auf nun 663 Hektar.
Auf Basis der guten Resultate startete Aztec Minerals Mitte 2025 das bislang umfangreichste Bohrprogramm auf Tombstone. Ursprünglich waren 5.000 Meter Reverse-Circulation- (RC) und Kernbohrungen geplant, das Programm wurde jedoch auf mindestens 8.500 Meter ausgeweitet und soll bis 2026 fortgesetzt werden.
Neben der weiteren Definition der flachen Oxidmineralisierung werden mit Kernbohrungen erstmals gezielt CRD-Ziele (Carbonate-Replacement-Silber-Blei-Zink-Systeme) unterhalb der Oxidzonen erprobt. Unter den gemeldeten Ergebnissen finden sich mehrere hochgradige Treffer, unter anderem:
- TR25-03: 6,08 m mit 456,6 g/t AgEq innerhalb von 50,3 m mit 89,7 g/t AgEq,
- TR25-06: 3,04 m mit 2.149,5 g/t AgEq innerhalb von 28,9 m mit 250,2 g/t AgEq,
- TR25-05: 4,6 m mit 590 g/t AgEq innerhalb von 47,1 m mit 85,5 g/t AgEq (0,55 g/t Gold und 36,4 g/t Silber).
Zum Jahresende meldete Aztec Minerals zudem die bisher höchste Goldabschnitte des Unternehmens auf Tombstone: Bohrloch TR25-17 durchschnitt in einer bislang ungetesteten Zone im nördlichen Bereich des Contention-Ziels 36,5 Meter mit durchschnittlich 8,14 g/t Au und 49,67 g/t Ag ab 9,1 Meter Tiefe! Enthalten ist darin auch ein Abschnitt von 4,6 Metern mit 58,5 g/t Gold und 158 g/t Silber.
Die Bohrtätigkeit von 2020 bis 2025 hat damit eine ausgedehnte Gold-Silbermineralisierung in der Contention-Zone und angrenzenden Zielbereichen nachgewiesen, die in alle Richtungen offenbleibt. Für 2026 ist geplant, die flach liegenden hochgradigen Zonen weiter auszubauen und die Datenbasis für eine erste Ressourcenschätzung vorzubereiten.
Neben Tombstone verfolgte Aztec Minerals 2025 ein systematisches Oberflächenprogramm auf dem zu 100 % unternehmenseigenen Cervantes-Projekt in Sonora, Mexiko. Das Projekt beherbergt ein Porphyr-Gold-Kupfer-System, dessen Kern die California-Zone bildet.
Im Rahmen der Kartierungen und Gesteinsproben wurde die bekannte Ausdehnung des California-Systems um rund 0,5 Kilometer nach Osten erweitert. Zudem identifizierte Aztec Minerals in benachbarten Zielgebieten wie Brasil, Estrella, California East, California North und Purisima East neue Vorkommen porphyrassoziierter Mineralisierung. Einzelproben erreichten:
- bis zu 15,6 g/t Gold,
- bis zu 177,3 g/t Silber und
- bis zu 8.062 ppm Kupfer.
Frühere Bohrprogramme (2022–2023) hatten bereits breite Goldmineralisierung nahe Oberfläche in der California-Zone nachgewiesen, darunter:
- 137 m mit 1,49 g/t Gold (inkl. 51,7 m mit 3,42 g/t Au, CAL22-005),
- 165 m mit 1,00 g/t Gold (inkl. 24,4 m mit 4,25 g/t Au, CAL22-004),
- 152 m mit 0,87 g/t Gold (inkl. 33,5 m mit 2,05 g/t Au, CAL22-012).
Schon das erste Bohrprogramm von Aztec Minerals vor rund sieben Jahren hatte eine ausgedehnte Oxid-Goldkappe über einem Porphyr-Gold-(Kupfer-)System im Bereich California umrissen, mit Abschnitten von bis zu 160 Metern Länge bei 0,77 g/t Gold. Die aktuelle Feldarbeit soll die Grundlage für ein erweitertes Step-out-Bohrprogramm schaffen, das 2026 die Ausdehnung der flachen Oxidzone und weiterer Ziele testen könnte.
Zur Finanzierung der Arbeiten schloss Aztec Minerals 2025 zwei überzeichnete Kapitalerhöhungen ab: Im Mai flossen dem Unternehmen 3,6 Mio. CAD aus einer Privatplatzierung zu, im Oktober kamen weitere 10 Mio. CAD im Rahmen eines „bought deal“ hinzu. Parallel erhöhte Aztec seinen Joint-Venture-Anteil am Tombstone-Projekt von 77,7 % auf 85 %, was die unternehmerische Kontrolle im historischen Silber-Gold-Distrikt weiter stärkt.
Für 2026 hat Aztec Minerals mehrere klare Schwerpunkte definiert:
- Fortsetzung des laufenden RC- und Kernbohrprogramms auf Tombstone mit weiteren Ergebnissen bereits im ersten Quartal,
- gezielte Erweiterung der flach liegenden hochgradigen Gold- und Silberzonen rund um die Contention-Grube und das Westside-Ziel als Vorbereitung auf eine mögliche erste Ressourcenschätzung,
- weitere Kernbohrungen auf potenziellen CRD-Zielen in der Tiefe, abhängig vom Verlauf des Programms und der Finanzierungsstruktur,
- Fortsetzung der Oberflächenexploration auf Cervantes in der ersten Jahreshälfte und ein potenzielles Bohrprogramm zur Ausdehnung der Oxid-Goldmineralisierung in der California-Zone sowie in angrenzenden Zielgebieten.
Darüber hinaus signalisiert das Management, dass Aztec Minerals zusätzlich nach neuen Projekten mit großvolumigem Gold-, Kupfer- und Silberpotenzial in politisch stabilen Jurisdiktionen der Amerikas Ausschau halten will.
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