Mahle-Chef zum Wettbewerb bei Lkw: 'Kampf der Giganten'

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Neuwagen bei der Auslieferung (Symbolbild).
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HANNOVER/STUTTGART (dpa-AFX) - Der Chef des Zulieferers Mahle, Arnd Franz, sieht das Rennen um die Elektrifizierung von Lkw als offen an. "Das ist ein Wettbewerb der Giganten", sagte Franz der Deutschen Presse-Agentur auf der Branchenmesse IAA Transportation in Hannover. Bei der Elektrifizierung befinde sich das Nutzfahrzeugsegment noch in einem wesentlich früheren Stadium als bei den Pkw. "Hier werden die Karten noch gemischt", sagte Franz.

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Die europäischen Hersteller dominierten weite Teile des Weltmarkts und chinesische Hersteller China. "Mit dem Übergang zu E-Lastkraftwagen kann sich das jetzt ändern", sagte Franz. Technologie und Wertschöpfungskette spielten eine fundamentale Rolle. Und die Wertschöpfungskette für die Batterien sei nahezu komplett chinesisch.

Aber: "Ich würde niemals die europäische Ingenieurskunst unterschätzen." Man müsse Fahrzeuge bauen, die auf die Bedürfnisse der Kunden hier zugeschnitten sind, sagte Franz. "Das kann ein Marktneuling nicht über Nacht lernen." Zudem brauche es ein funktionierendes Händler- und Servicenetzwerk, das sei für eine Spedition überlebenswichtig. Es werde für Neueinsteiger nicht einfach, sich in dem doch sehr konservativen europäischen Markt zu etablieren.

Intensiver Wettbewerb mit chinesischen Zulieferern

"Wir als Zulieferer agieren global und machen mit allen Nutzfahrzeugherstellern der Welt Geschäfte", sagte Franz. Der Wettbewerb mit den chinesischen Zulieferern sei eines der intensivsten Felder, in denen sich Mahle momentan bewege.

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Das Unternehmen aus Stuttgart macht Franz zufolge etwa 20 Prozent seines Umsatzes mit dem Nutzfahrzeuggeschäft. Der Nutzfahrzeugbedarf werde stärker wachsen als die Weltwirtschaft. "Ohne Lastkraftwagen geht nichts", sagte Franz. "Wir glauben, dass auf dem Weltmarkt Wachstumsraten von über drei Prozent pro Jahr denkbar sind. Und wir wollen schneller wachsen als der Weltmarkt."

Er könne sich einen deutlich höheren Marktanteil in China vorstellen, sagte Franz. "Und wir werden weiter vom Wirtschaftswachstum in Indien profitieren." Neben den regionalen Effekten werde die Elektrifizierung ein großer Wachstumstreiber sein, weil Mahle beim batterieelektrischen Lkw fast doppelt so viel Umsatz pro Fahrzeug machen könne wie beim Verbrenner. "Und wenn es im nächsten Jahrzehnt vielleicht noch mehr Brennstoffzellenfahrzeuge geben wird, dann würde unser Umsatzpotenzial pro Fahrzeug noch einmal deutlich nach oben gehen", sagte Franz.

Der Umsatz von Mahle sank 2025 von 11,68 auf rund 11,26 Milliarden Euro, das Konzernergebnis ging von 22 auf 20 Millionen Euro zurück. Damit hatte Mahle aber das dritte Jahr in Folge schwarze Zahlen geschrieben, nach zuvor mehreren Jahren mit Verlusten. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren mehrere Sparprogramme aufgelegt, in deren Zuge auch zahlreiche Stellen abgebaut wurden./rwi/DP/zb


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