Längste Gewinnserie seit 2 Jahren: Ist Berkshire ohne Buffett sogar besser dran?
Nicolas Ebert
Nicolas Ebert
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Berkshire Hathaway kommt nach dem Abschied von Warren Buffett in Fahrt. Die B-Aktie kletterte am Dienstag im Handelsverlauf bis auf 524,16 US-Dollar. Das ist der höchste Schlusskurs seit dem 10. August. Damals stand Buffett noch an der Spitze des Verwaltungsrats. Inzwischen legte die Aktie neun Tage in Folge zu und gewann dabei 4,55 Prozent. Laut Dow Jones Market Data ist das die längste Gewinnserie seit mehr als zwei Jahren.
Auf das ganze Jahr gesehen bleibt das Plus dagegen bescheiden. Seit Jahresbeginn steht die B-Aktie 3,6 Prozent höher, auf zwölf Monate sind es knapp fünf Prozent.
Neue Führung, neue Gangart
Der Generationswechsel ist vollzogen. Ende 2025 übergab Buffett den Chefposten an Greg Abel. Am 18. September trat er auch als Vorsitzender zurück. Sein Sohn Howard, seit 1993 im Gremium, übernahm die Rolle. Warren Buffett bleibt als Ehrenvorsitzender im Verwaltungsrat.
Unter Abel greift Berkshire beherzter zu. Im zweiten Quartal kaufte der Konzern eigene Aktien für rund 4,5 Milliarden US-Dollar zurück, nach nur 235 Millionen im ersten Quartal. Erstmals seit 14 Quartalen kaufte Berkshire unterm Strich mehr Aktien, als es verkaufte.
Allein in Alphabet flossen zehn Milliarden US-Dollar. Zudem übernahm Berkshire den Hausbauer Taylor Morrison. Zuletzt stockte der Konzern laut MarketScreener auch bei Lennar auf. Ende Juni lagen trotzdem noch rund 365 Milliarden US-Dollar in der Kasse.
Das operative Geschäft läuft. Im zweiten Quartal stieg der operative Gewinn um 16 Prozent auf 12,98 Milliarden US-Dollar. Mit einem Börsenwert von rund 1,1 Billionen US-Dollar ist Berkshire laut MarketScreener deutlich schwerer als die größte US-amerikanische Bank JPMorgan. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 liegt bei 20,5.
Die Analysten sind uneins. Die UBS rät seit August zum Kauf und lobt die disziplinierte Kapitalverwendung. Die KBW traut der Aktie dagegen wegen des Preisdrucks in der Versicherung nur eine unterdurchschnittliche Entwicklung zu. Anfang November dürfte Berkshire die Zahlen für das dritte Quartal vorlegen.
Fazit
Die Sorge, Berkshire verliere ohne Buffett an Glanz, hat sich bislang nicht bestätigt. Abel setzt das Geld aktiver ein, und Rückkäufe stützen den Kurs. Große Sprünge sind bei einem KGV von gut 20 aber kaum zu erwarten.
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20
Fallender Kurs
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