Mit der Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA) hat die EU erstmals ein einheitliches Regelwerk für den Krypto-Sektor geschaffen. Unternehmen, die eine entsprechende Lizenz besitzen, können ihre Angebote über nationale Grenzen hinweg in allen Mitgliedstaaten bereitstellen. Bis zum 1. Juli müssen Anbieter eine Lizenz vorlegen können, sonst droht der Ausschluss.
Nach Angaben von Keyrock stärkt die Lizenz die eigene Position im Geschäft mit institutionellen Kunden. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen in den Bereichen Market Making, OTC-Handel sowie Onchain-Liquidität an. Durch die europaweite Regulierung sollen Kunden einen einfacheren Zugang zu den angebotenen Services erhalten.
“Eine nachhaltige Digital-Asset-Industrie ist auf die robuste und einheitliche Regulierung angewiesen, die MiCA bietet”, erklärt Reza Ghadiri-Zare, General Counsel von Keyrock. Die Lizenz schaffe regulatorische Klarheit für die weitere Expansion innerhalb der Europäischen Union. Zugleich unterstreiche sie den Anspruch des Unternehmens, höchste regulatorische Standards einzuhalten.
Auch CEO Kevin de Patoul sieht die Zulassung als strategischen Meilenstein. “Wir werden die Entwicklung digitaler Vermögenswerte weiter vorantreiben, aber niemals auf Kosten von Sicherheit oder Transparenz”, so de Patoul. Kunden benötigten in einem regulierten Marktumfeld Stabilität und Vertrauen.
Die Lizenz folgt auf eine Series-C-Finanzierungsrunde unter Führung von SC Ventures. Zu den Investoren zählt auch Ripple. Die Finanzierungsrunde bewertete Keyrock mit 1,1 Milliarden US-Dollar. Nach Unternehmensangaben eröffnet die MiCA-Zulassung neue Wachstumschancen innerhalb Europas. Mit dem frischen Kapital will Keyrock seine Bilanz stärken, das Angebot weiterentwickeln und mögliche Übernahmen prüfen.
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