Laut den Unterlagen verfügt Reliz über Vermögenswerte zwischen 50 und 100 Millionen US-Dollar. Dem stehen Verbindlichkeiten in Höhe von 100 bis 500 Millionen US-Dollar gegenüber. Das unterstreicht den massiven finanziellen Druck, unter dem das Unternehmen zuletzt stand.
In einer offiziellen Stellungnahme erklärte Blockfills, man habe sich nach Gesprächen mit Investoren, Kunden, Gläubigern und weiteren Stakeholdern zu diesem Schritt entschlossen. Das Chapter-11-Verfahren solle den Wert des Unternehmens sichern und eine geordnete Restrukturierung unter gerichtlicher Aufsicht ermöglichen.
Blockfills bietet institutionellen Kunden Dienstleistungen in den Bereichen Liquidität, Finanzierung und Risikomanagement an. Über die Plattform können unter anderem Krypto-Kredite vergeben und aufgenommen, Derivate gehandelt und OTC-Geschäfte abgewickelt werden. Zu den Kunden zählen Hedgefonds, Vermögensverwalter, Market Maker und Mining-Unternehmen.
Unterstützt wird das Unternehmen von institutionellen Investoren wie Susquehanna Private Equity Investments, CME Ventures, Simplex Ventures, C6E und Nexo. Zusätzlichen Druck brachte zuletzt ein Rechtsstreit mit Dominion Capital. Ein US-Bundesrichter erließ in der vergangenen Woche eine einstweilige Verfügung gegen Blockfills. Dominion wirft dem Unternehmen unter anderem vor, Kundengelder in Millionenhöhe unrechtmäßig einbehalten, Vermögenswerte vermischt und Verluste verschleiert zu haben.
Bereits am 11. Februar hatte Blockfills Auszahlungen und Einzahlungen von Kunden mit Verweis auf die jüngsten Markt- und Finanzbedingungen gestoppt. Damals hieß es noch, man arbeite gemeinsam mit Investoren und Kunden an einer schnellen Lösung, um die Liquidität der Plattform wiederherzustellen.
Zudem trat Mitgründer und CEO Nicholas Hammer von seiner Führungsposition zurück. Interimsweise übernahm Joseph Perry die Leitung des Unternehmens. Nach eigenen Angaben wickelte Blockfills im Jahr 2025 ein Handelsvolumen von mehr als 60 Milliarden US-Dollar ab. Rund 2.000 institutionelle Kunden sollen die Plattform zuletzt genutzt haben. Ein breiter Dominoeffekt gilt jedoch als unwahrscheinlich.

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