dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 228

Krebsvorsorge per Impfung - Experten rufen zu HPV-Schutz auf

KÖLN (dpa-AFX) - Die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) schützt wirksam vor bestimmten Krebsarten. Anlässlich des Welt-HPV-Tags am 4. März ruft das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) Eltern dazu auf, ihre Kinder frühzeitig impfen zu lassen.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Coronaimpfung
Quelle: - ©pixabay.com:

"Eltern möchten ihren Kindern das Beste für die Zukunft mitgeben, dazu gehört auch ein wirksamer Schutz vor vermeidbaren Krankheiten", teilte Johannes Nießen, kommissarischer Leiter des BIÖG, kürzlich mit. "Wer seine Kinder zwischen 9 und 14 Jahren impfen lässt, nutzt den optimalen Zeitpunkt und schafft eine wichtige Basis für deren langfristige Gesundheit."

Impfung am besten vor dem ersten Sex

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die HPV-Impfung für alle Mädchen und Jungen in diesem Alter. Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist der Schutz dann am höchsten, wenn die Impfung schon vor dem ersten möglichen Kontakt mit diesen Viren erfolgt. Die Erreger werden vor allem beim Sex übertragen.

Den Angaben des BIÖG zufolge stecken sich in Deutschland acht von zehn Menschen mindestens einmal in ihrem Leben mit HPV an. Je nach Virustyp - insgesamt gibt es 200 verschiedene - kann eine Infektion ohne Folgen bleiben. Doch unter Umständen kann sie Krebs auslösen. Nach RKI-Angaben erkranken in Deutschland jährlich etwa 10.000 Menschen an HPV-bedingtem Krebs.

Virus Auslöser für mehrere Krebsarten

Am bekanntesten ist Gebärmutterhalskrebs, doch das Virus betrifft auch andere Bereiche des Körpers, wie das BIÖG erklärt. "Die Viren können Tumore im Mund- und Rachenraum sowie im Analbereich oder an den Genitalien verursachen. Deshalb ist die HPV-Impfung auch für Jungen wichtig."

Die Impfquoten in Deutschland sind allerdings niedrig: 2024 hatten nur rund die Hälfte der fünfzehnjährigen Mädchen (55 Prozent) und etwas mehr als ein Drittel der fünfzehnjährigen Jungen (36 Prozent) einen vollständigen Impfschutz./bum/DP/zb

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend