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Klimawandel verändert Verbreitung von Meeresfischen

BONN (dpa-AFX) - Der Klimawandel verändert die Verbreitung von Meeresfischen in der Nord- und Ostsee. Wie das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn mitteilte, hat in den letzten 20 Jahren etwa der Bestand des kälteliebenden Kabeljaus stark abgenommen, während der Wolfsbarsch, der wärmeres Wasser bevorzugt, deutlich häufiger vorkommt. Auch das einzige in deutschen Meeresgebieten vorkommende Seepferdchen, das sehr seltene Kurzschnäuzige Seepferdchen, werde in letzter Zeit an der deutschen Nordseeküste öfter beobachtet.

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Protestler fordern ein Handeln gegen die Klimaerwärmung (Symbolbild).
Quelle: - ©unsplash.com:

Das Bundesamt veröffentlichte nun eine aktualisierte Rote Liste der Meeresfische. "Es ist erfreulich, dass die Anzahl bestandsgefährdeter Arten in der neuen Roten Liste der Meeresfische leicht zurückgegangen ist", sagte BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm. Die starke Nutzung von Nord- und Ostsee wirke sich jedoch weiterhin kritisch auf die Fischpopulationen aus.

Der Stechrochen gilt erstmals als ausgestorben

So sei etwa der Hundshai mittlerweile vom Aussterben bedroht und der Europäische Aal noch immer stark gefährdet. Der Stechrochen gelte in den Gewässern erstmals als ausgestorben. "Darum sind wirksame Schutzgebiete und die Wiederherstellung von Lebensräumen in der Nord- und Ostsee, aber auch in den Flusseinzugsgebieten von großer Bedeutung", sagte Riewenherm. Das BfN setze sich weiter dafür ein, bestehende Schutzgebiete zu stärken und streng geschützte Bereiche einzurichten. Wichtig sei außerdem ein nachhaltiges und ökosystemverträgliches Fischereimanagement.

Auf der Roten Liste werden alle 105 Arten, die in den deutschen Meeresgebieten von Nord- und Ostsee etabliert sind, bewertet. Insgesamt sind zehn Arten als bestandsgefährdet eingestuft, darunter sind zwei Arten vom Aussterben bedroht, nämlich Hundshai und Kleiner Scheibenbauch, und sechs Arten, darunter der Dornhai und der Seehecht, stark gefährdet. Insgesamt gelten derzeit 67 Arten - knapp 64 Prozent - als ungefährdet. Die bundesweiten Roten Listen werden vom BfN herausgegeben und in dessen Auftrag vom Rote-Liste-Zentrum (RLZ) koordiniert./cd/DP/jha

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