- Volkswagen wird Gehälter bis 2030 einfrieren.
- Weltweit sollen 50.000 Stellen wegfallen.
- Tarifgespräche starten Ende November.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Nicolas Ebert Der Volkswagen-Konzern will die Gehälter seiner weltweit 660.000 Beschäftigten bis 2030 einfrieren. Das bestätigte der Konzernbetriebsrat am Montag und reagierte damit auf einen Bericht der Süddeutschen Zeitung. Dem Betriebsrat lägen interne Informationen über die Pläne des Vorstands vor.
Nullrunden statt Lohnplus
Laut der Zeitung sehen neue globale Richtlinien für das Management ab dem vierten Quartal weitere Einschnitte vor. Gekürzt werden sollen variable Vergütungen, Sonderzahlungen, Sozialleistungen und Stellen.
Wegen der Inflation drohe den Betroffenen ein Einkommensverlust von rund zehn Prozent. Volkswagen wollte sich zu "Spekulationen" nicht äußern. Ein Sprecher verwies auf eine neue Verhandlungsrunde im Laufe der Woche. Dort sei der richtige Ort für Vorschläge zu den Arbeitskosten.
Die Arbeitnehmerseite geht auf die Barrikaden. Der Betriebsrat nennt das Vorgehen "absurd" und kündigt entschlossenen Widerstand an. Die Umsetzung hält er für "eher unrealistisch". "Bei Volkswagen wird die Lohnentwicklung am Verhandlungstisch beschlossen, nicht per Dekret aus der Vorstandsetage", sagt ein Sprecher der IG Metall. Laut dpa-AFX fordert die Gewerkschaft fünf Prozent mehr Geld. Die Tarifgespräche starten Ende November.
Das Klima ist ohnehin vergiftet. Vorstandschef Oliver Blume treibt den radikalsten Umbau der Konzerngeschichte voran. Weltweit sollen zusätzlich 50.000 Stellen wegfallen. Zuletzt kündigte Volkswagen fast alle Tarifverträge.
VW-Aktie: Billig wie selten
An der Börse sorgte die Nachricht kaum für Bewegung. Seit Jahresbeginn hat die VW-Aktie jedoch rund ein Drittel verloren. Für das Jahr 2026 erwarten Analysten einen Verlust. Auf Basis der Gewinnschätzung für 2027 liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis dagegen bei nur 3,4. Die 17 erfassten Analysten raten im Schnitt zum Übergewichten. Ihr mittleres Kursziel von 101,96 Euro liegt fast 50 Prozent über dem Kurs. Am 28. Oktober legt Volkswagen Zahlen zum dritten Quartal vor.
Fazit
Der Sparkurs zeigt, wie ernst die Lage in Wolfsburg ist. Kurzfristig drohen Streiks und ein harter Machtkampf mit der IG Metall. Die Bewertung ist extrem niedrig. Gelingt der Umbau, winkt viel Potenzial. Die Zahlen am 28. Oktober zeigen, wie tief das Loch im laufenden Jahr ist.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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