Kein Cent mehr bis 2030? Volkswagen will 660.000 Gehälter einfrieren

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
Nicolas Ebert Nicolas Ebert
Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

 | 
aufrufe Aufrufe: 1345
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Volkswagen will die Gehälter von 660.000 Beschäftigten bis 2030 einfrieren. Der Betriebsrat spricht von einem absurden Plan. Droht jetzt der große Streik? Und was bedeutet das für die Aktie?
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Der Volkswagen-Konzern will die Gehälter seiner weltweit 660.000 Beschäftigten bis 2030 einfrieren. Das bestätigte der Konzernbetriebsrat am Montag und reagierte damit auf einen Bericht der Süddeutschen Zeitung. Dem Betriebsrat lägen interne Informationen über die Pläne des Vorstands vor.

Nullrunden statt Lohnplus

Laut der Zeitung sehen neue globale Richtlinien für das Management ab dem vierten Quartal weitere Einschnitte vor. Gekürzt werden sollen variable Vergütungen, Sonderzahlungen, Sozialleistungen und Stellen.

Wegen der Inflation drohe den Betroffenen ein Einkommensverlust von rund zehn Prozent. Volkswagen wollte sich zu "Spekulationen" nicht äußern. Ein Sprecher verwies auf eine neue Verhandlungsrunde im Laufe der Woche. Dort sei der richtige Ort für Vorschläge zu den Arbeitskosten.

Werte aus dem Artikel:
VW Aktie 69,06 € +0,88%

Die Arbeitnehmerseite geht auf die Barrikaden. Der Betriebsrat nennt das Vorgehen "absurd" und kündigt entschlossenen Widerstand an. Die Umsetzung hält er für "eher unrealistisch". "Bei Volkswagen wird die Lohnentwicklung am Verhandlungstisch beschlossen, nicht per Dekret aus der Vorstandsetage", sagt ein Sprecher der IG Metall. Laut dpa-AFX fordert die Gewerkschaft fünf Prozent mehr Geld. Die Tarifgespräche starten Ende November.

Das Klima ist ohnehin vergiftet. Vorstandschef Oliver Blume treibt den radikalsten Umbau der Konzerngeschichte voran. Weltweit sollen zusätzlich 50.000 Stellen wegfallen. Zuletzt kündigte Volkswagen fast alle Tarifverträge.

VW-Aktie: Billig wie selten

Auch interessant

An der Börse sorgte die Nachricht kaum für Bewegung. Seit Jahresbeginn hat die VW-Aktie jedoch rund ein Drittel verloren. Für das Jahr 2026 erwarten Analysten einen Verlust. Auf Basis der Gewinnschätzung für 2027 liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis dagegen bei nur 3,4. Die 17 erfassten Analysten raten im Schnitt zum Übergewichten. Ihr mittleres Kursziel von 101,96 Euro liegt fast 50 Prozent über dem Kurs. Am 28. Oktober legt Volkswagen Zahlen zum dritten Quartal vor.

Fazit

Der Sparkurs zeigt, wie ernst die Lage in Wolfsburg ist. Kurzfristig drohen Streiks und ein harter Machtkampf mit der IG Metall. Die Bewertung ist extrem niedrig. Gelingt der Umbau, winkt viel Potenzial. Die Zahlen am 28. Oktober zeigen, wie tief das Loch im laufenden Jahr ist.


Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG3KSV7 , DE000NG3KSP9 , DE000NB7WNU1 , DE000NB7N8E8 , DE000NB7Q2N9 , DE000NB7S8J2 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Themen im Trend

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren