Jefferies meldet Rekorde – warum die Aktie trotzdem fällt
Ferdinand Hammer
Ferdinand Hammer
Ferdinand Hammer ist seit 2017 als Finanzjournalist tätig. Vor seinem Wechsel in den Börsenjournalismus arbeitete er unter anderem für das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Seine Themenschwerpunkte sind ESG-Investments, US-Technologiewerte und E-Autoaktien.
picture alliance / Glasshouse Images | Spencer Jones
Der Gewinn übertrifft die Erwartungen, das Investmentbanking erreicht einen Höchststand. Dennoch verliert Jefferies nachbörslich bis zu 3,5 Prozent. Wo liegen die Schwächen?
Für dich zusammengefasst:
Jefferies erzielte im dritten Quartal 261 Millionen US-Dollar Gewinn.
Die Aktie fiel am Montag nach Börsenschluss um bis zu 3,5%.
Der Umsatz erreichte 2,2 Milliarden US-Dollar im Rahmen der Erwartungen.
Jefferies hat im dritten Quartal mehr verdient als erwartet. Die Aktie gab am Montag nach Börsenschluss trotzdem zeitweise um bis zu 3,5 Prozent nach. Neben den Rekorden enthält der Bericht auch Zahlen, die Anleger enttäuschen dürften.
Der Gewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 261 Millionen US-Dollar. Je Aktie verdiente Jefferies 1,08 US-Dollar. Die von FactSet erfasste Erwartung hatte bei 1,00 US-Dollar gelegen.
Der Umsatz erreichte 2,2 Milliarden US-Dollar und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Besonders stark war das Investmentbanking: Mit 1,3 Milliarden US-Dollar erzielte die Sparte einen Rekordumsatz. Auch der Aktienhandel erreichte eine Bestmarke. Seine Erlöse wuchsen um fast ein Drittel auf 626 Millionen US-Dollar.
In der Vermögensverwaltung und bei Anlagerenditen fielen die Erlöse dagegen binnen eines Jahres um 60 Prozent auf 34 Millionen US-Dollar. Jefferies führt dies auf schwächere Ergebnisse mehrerer Fonds zurück. Einer davon ist Point Bonita, der beim insolventen Autozulieferer First Brands engagiert war. Im Anleihehandel sanken die Erlöse um 26 Prozent.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn bereits 25 Prozent verloren. Der S&P 500 gewann im selben Zeitraum 12 Prozent. Eine Telefonkonferenz für Fragen von Analysten findet diesmal nicht statt. CEO Richard Handler und Präsident Brian Friedman äußern sich lediglich schriftlich. Sie wollen die Erträge beständiger machen und deren Qualität verbessern.
Im Oktober folgen die Quartalsberichte der großen US-Banken. Die Jefferies-Zahlen gelten als erster Vorgeschmack darauf.
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