Japanischer Pensionsfonds wagt den Krypto-Schritt – das steckt dahinter

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Die Shibuya-Kreuzung in Tokio, Japan.
- pixabay.com

Ein japanischer Pensionsfonds mit Vermögenswerten von rund 21,3 Milliarden Yen, umgerechnet etwa 130 Millionen US-Dollar, plant erstmals ein Investment in Kryptowährungen. Wie die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei berichtet, will der Nationwide Business Corporate Pension Fund im Geschäftsjahr 2026 rund ein Prozent seines Kapitals in einen Krypto-Fonds investieren.

Der Fonds betreut rund 1.200 kleine und mittelständische Unternehmen. Die Investition soll über einen passiv verwalteten Fonds erfolgen, der von einem nicht namentlich genannten großen Hedgefonds angeboten wird und mehrere Krypto-Assets hält.

Diversifizierung der Kapitalanlagen mit Krypto

Mit dem Investment verfolgt der Pensionsfonds vor allem das Ziel einer breiteren Streuung seiner Anlagen. Derzeit entfallen rund 80 Prozent des Portfolios auf den japanischen Yen, weitere 15 Prozent auf den US-Dollar. Die restlichen fünf Prozent sind in anderen Währungen investiert.

Auch wenn der geplante Krypto-Anteil vergleichsweise gering ausfällt, gilt die Entscheidung als bemerkenswert. Pensionsfonds zählen in Japan traditionell zu den konservativsten institutionellen Investoren. Die Aufnahme digitaler Vermögenswerte in die Anlagestrategie deutet auf eine wachsende Akzeptanz der Anlageklasse hin.

Regulierung und Finanzbranche öffnen sich

Erst am 11. Juni verabschiedete das japanische Unterhaus einen Gesetzentwurf, der Kryptowährungen künftig unter das Finanzinstrumente- und Börsengesetz stellen soll. Damit würden für Krypto-Assets ähnliche Regeln gelten wie für klassische Finanzprodukte.

Die geplante Reform könnte zugleich den Weg für Krypto ETFs ebnen. Zudem wird über eine pauschale Steuer von 20 Prozent auf Gewinne aus digitalen Vermögenswerten diskutiert. Bislang können diese in Japan mit bis zu 55 Prozent besteuert werden.



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