Italien mit so wenig Geburten wie noch nie

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 245
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Blick auf die Stadt Rom von der Piazza Venezia
- ©iStock

ROM (dpa-AFX) - In Italien sind vergangenes Jahr so wenig Kinder zur Welt gekommen wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Zahl der Geburten sank nach Angaben des nationalen Statistikamtes in Rom ein weiteres Mal auf jetzt nur noch 355.000. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Minus von 3,9 Prozent. Der Statistik nach bekommt eine Frau in Italien aktuell 1,14 Kinder.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Zum Vergleich: Das geburtenstärkste Jahr nach Kriegsende war in Italien - wie in Deutschland - 1964. Auf dem Höhepunkt der "Boomer-Jahre" wurden noch 1.035.207 Geburten gezählt. Im Durchschnitt bedeutete das 2,7 Kinder pro Frau. Die niedrige Geburtenrate in dem einst so kinderreichen Land gehört seit langem zu Italiens großen Problemen. In Europa liegt die Rate nur in wenigen Ländern wie Spanien und Malta noch niedriger. In Deutschland lag die Geburtenrate laut Statistischem Bundesamt 2025 bei 1,32 Kindern pro Frau.

Fast jede zweite Frau befürchtet negative Folgen im Beruf

In einer zugleich veröffentlichten Studie erklärten fast zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) den Verzicht auf weitere Kinder mit "wirtschaftlichen, beruflichen oder sozialen Hindernissen". Fast jede zweite Frau (49 Prozent) gab an, bei einer Schwangerschaft negative Konsequenzen im Beruf zu fürchten.

Zugleich wird Italiens Bevölkerung immer älter. Inzwischen leben dort etwa 24.000 Menschen, die mehr als hundert Jahre alt sind. Die Gesamtbevölkerung zum 1. Januar blieb mit 58,94 Millionen im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Wichtigster Grund dafür war Zuwanderung./cs/DP/mis



Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend