Der Huthi-nahe Fernsehsender Al-Masirah berichtete von vier israelischen Angriffen auf der Startbahn des Flughafens und auf das Flugzeug. Schon vor drei Wochen hatte Israels Luftwaffe den Flughafen bombardiert.
Netanjahu: Akt der Vergeltung
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bezeichnete den Angriff als Akt der Vergeltung - offenbar mit Verweis auf die wiederholten Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf den Flughafen Tel Aviv in Israel. "Wer auch immer uns Schaden zufügt, dem werden wir schaden", erklärte Netanjahu. Israels Verteidigungsminister Israel Katz teilte ebenfalls mit, die Luftwaffe habe das letzte Flugzeug zerstört, das die Huthi noch nutzten.
Yemenia Airways hatte vor einigen Tagen begonnen, muslimische Pilger nach Saudi-Arabien zu fliegen. Die nun zerstörte Maschine brachte erst am Dienstag rund 300 Pilger in das benachbarte Königreich, wo kommende Woche die Wallfahrt Hadsch beginnt.
Seit Beginn des Gaza-Krieges im Oktober 2023 greifen die Huthi Israel regelmäßig mit Raketen und Drohnen an - als Ausdruck ihrer Solidarität mit der islamistischen Hamas. Israels Luftwaffe und der wichtigste Verbündete USA bombardierten ihrerseits zahlreiche Ziele im Jemen, darunter den strategisch wichtigen Hafen von Hudaida am Roten Meer.
Israels Armee: Rakete aus dem Jemen abgefangen
Erst am Dienstag hatte das israelische Militär nach eigenen Angaben eine aus dem Jemen abgefeuerte Rakete abgefangen. Die Huthi reklamierten mehrere Angriffe auf Israel für sich. Vor rund drei Wochen schlug erstmals ein Geschoss in der Nähe des internationalen Flughafens bei Tel Aviv ein. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt. Zahlreiche internationale Fluggesellschaften stellten darauf ihre Israel-Flüge ein./jot/DP/zb
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