- IonQ kündigte eine Zusammenarbeit mit Nvidia an.
- Ein neuer Quantencomputer wird 2027 installiert.
- IonQ erzielte Fortschritte bei der Quantenfehlerkorrektur.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Markus Weingran IonQ sorgt in der Quantencomputer-Branche erneut für Aufmerksamkeit. Das Unternehmen kündigte am Mittwoch eine Zusammenarbeit mit Nvidia an und meldete gleichzeitig einen technologischen Durchbruch bei der entscheidenden Quantenfehlerkorrektur.
Im Jahr 2027 soll IonQs neuer Quantencomputer Superion 256 im Accelerated Quantum Research Center von Nvidia installiert werden. Das System wird über Nvidias NVQLink-Technologie mit einem GB200-NVL72-System verbunden und über die CUDA-Q-Plattform gesteuert.
Ziel der Zusammenarbeit ist es, Quantencomputer mit modernen KI-Systemen zu kombinieren. Die Unternehmen wollen gemeinsam an industrietauglichen Quantencomputern arbeiten. Mögliche Einsatzgebiete sehen sie unter anderem in der Finanzmodellierung, Materialforschung und Medikamentenentwicklung.
Der Superion 256 wurde Anfang September vorgestellt. Die ersten Auslieferungen an Kunden sollen voraussichtlich 2027 beginnen.
Noch bedeutender könnte jedoch IonQs Fortschritt bei der Quantenfehlerkorrektur sein. Das Unternehmen erklärte, erstmals einen durchgängigen Echtzeit-Decoder entwickelt zu haben, der auf einer einzelnen handelsüblichen CPU läuft.
Die Fehlerkorrektur gilt als eine der größten Herausforderungen beim Bau leistungsfähiger Quantencomputer. Physikalische Qubits reagieren empfindlich auf Störungen aus ihrer Umgebung, wodurch Berechnungen fehleranfällig werden. Bisherige Systeme benötigen große klassische Rechenleistung, um diese Fehler zu erkennen und auszugleichen.
IonQ zufolge kann der neue Decoder Fehler kontinuierlich korrigieren, ohne dass der Quantencomputer seine Berechnungen unterbrechen muss. Dadurch könnte ein wichtiger Engpass bei der Skalierung von Quantencomputern gelöst werden.
In Tests simulierte IonQ komplexe Berechnungen mit bis zu 408 logischen Qubits, 88 Speicherblöcken und mehr als 31,5 Millionen Quantenoperationen. Der zusätzliche Rechenaufwand durch die Fehlerkorrektur lag laut Unternehmen bei lediglich 0,02 Prozent.
Geschäftsmodell IonQ:
IonQ entwickelt und vermarktet Quantencomputer auf Basis der Ionenfallen-Technologie. Das Unternehmen bietet Zugang zu seinen Quantencomputern über Cloud-Plattformen wie Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud. Einnahmen entstehen durch Forschungskooperationen, Cloud-Zugänge und direkte Systemverkäufe an Unternehmen und Forschungseinrichtungen.
Chancen:
Risiken:
IonQ liefert was die Anleger erwarten
Der Konzern liefert derzeit genau die Nachrichten, auf die Anleger im Quantenbereich warten: eine Partnerschaft mit Nvidia und Fortschritte bei einem der größten technischen Probleme der Branche.
Der Durchbruch bei der Fehlerkorrektur könnte ein wichtiger Schritt Richtung skalierbarer Quantencomputer sein. Allerdings bleibt die Aktie eine hochspekulative Zukunftswette, da der wirtschaftliche Durchbruch der Technologie noch nicht bewiesen ist. Entscheidend wird sein, ob IonQ aus technologischen Erfolgen tatsächlich ein profitables Geschäftsmodell entwickeln kann.
Redaktion Ariva/MW
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