MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die deutsche Wirtschaft könnte sich dank des erhofften Endes des Iran-Kriegs und hoher Staatsausgaben in diesem Jahr etwas besser entwickeln als zuletzt befürchtet. Das Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für dieses Jahr auf 0,8 Prozent leicht angehoben. Auch im kommenden Jahr könnte das deutsche Bruttoinlandsprodukt demnach um 0,8 Prozent zulegen. Die Nachwirkungen des kriegsbedingten Energiepreisschocks jedoch werden laut Ifo noch lange zu spüren sein: Für dieses Jahr erwartet das Institut eine Inflationsrate von 2,9 Prozent, im nächsten Jahr noch 2,7 Prozent.
Für dich zusammengefasst:
Die Ifo-Prognose für das BIP 2023 beträgt 0,8 Prozent.
Für 2024 wird ebenfalls ein Wachstum von 0,8 Prozent erwartet.
Die Inflationsrate wird 2023 auf 2,9 Prozent geschätzt.
Im Frühjahr hatten die Münchner Ökonomen ihre Wachstumserwartungen nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran in einem "Eskalationsszenario" auf 0,6 Prozent gesenkt, nun sind es wieder 0,2 Prozentpunkte mehr. Sowohl Deutschland als auch der Euroraum liegen nach wie vor weit hinter dem erwarteten Wachstum der Weltwirtschaft von über zwei Prozent zurück. Die Langfristaussichten bleiben düster: Ifo-Konjunkturforscher Timo Wollmershäuser und seine Kollegen gehen davon aus, dass das Potenzialwachstum der deutschen Wirtschaft bis Ende des Jahrzehnts auf 0,1 Prozent sinken wird./cho/DP/stk
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