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IAEA-Gremium: Iran muss weitreichende Inspektionen erlauben

WIEN (dpa-AFX) - Das Lenkungsgremium der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) fordert von Teheran, weitreichende Kontrollen des iranischen Atomprogramms zu erlauben. Der Gouverneursrat der IAEA stimmte in Wien für eine entsprechende Resolution, die von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten initiiert worden war.

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Die Flagge des Iran. (Symbolbild)
Quelle: - ©unsplash.com:

Im Juni hatten Israel und die USA wichtige iranische Atomanlagen angegriffen, um der Islamischen Republik die Möglichkeit zu nehmen, Nuklearwaffen zu entwickeln. Teheran bestreitet, solche Ziele zu verfolgen.

Bereits vor den Attacken hatte Teheran die Kontrollmöglichkeiten der IAEA stark eingeschränkt. In den vergangenen Monaten durften IAEA-Inspektoren nur mehr unbeschädigte Anlagen besichtigen, aber nicht die zerstörten Anreicherungsstätten, in denen Uran mit einem beinahe atomwaffentauglichen Reinheitsgrad hergestellt worden war.

Inspektionen auch außerhalb bekannter Anlagen gefordert

Der Gouverneursrat forderte nun unverzüglichen Zugang zu den restlichen Atomanlagen und dem Uran. Außerdem müsse der Iran das sogenannte Zusatzprotokoll zu seinem Inspektionsabkommen mit der IAEA umsetzen, hieß es. Damit könnte die Atomenergiebehörde unter anderem Anlagen ohne lange Vorwarnung besuchen und auch außerhalb der bekannten Nuklear-Standorte nach Spuren von geheimen Aktivitäten suchen.

Teheran hatte diese weitreichenden Inspektions-Rechte bereits seit 2021 ausgesetzt. Seit den Angriffen im Juni entscheidet der Iran von Fall zu Fall, ob der IAEA Zugang zu Anlagen gewährt wird.

Irans Vertreter bei der IAEA, Resa Nadschafi, kritisierte die Resolution. Sein Land habe zuletzt mit der IAEA über einen möglichen Zugang zu weiteren Anlagen gesprochen, doch der Schritt des Gouverneursrates werde "Konsequenzen", haben, sagte er vor Journalisten.

Die Resolution wurde nach Angaben von Diplomaten von 19 Staaten unterstützt. Russland, China und Niger stimmten dagegen. Zwölf Staaten enthielten sich der Stimme./al/DP/jha

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