dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 518

Haseloff verlangt mehr Reformbereitschaft beim Rundfunk

MAGDEBURG (dpa-AFX) - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat erneut Reformen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk angemahnt. "Es gibt zu viele Parallelstrukturen, zu wenig Kooperationen und zu wenig Bereitschaft, konsequent und auch bei den Gehältern des Führungspersonals über Einsparungen nachzudenken", schrieb der CDU-Politiker in einem Gastbeitrag für die "Welt am Sonntag". Die Sender müssten sich ändern, wenn sie das Vertrauen der Menschen nicht verlieren wollten.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Ein Mann auf der Couch vor dem Fernseher. (Symbolbild)
Quelle: - © burakkarademir / iStock / Getty Images Plus / Getty Images:

Fehlende konservative Journalisten

Zugleich sieht Haseloff eine Unausgewogenheit im Programm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: "In den Redakteursstuben müssen alle Meinungen des demokratischen Spektrums vertreten sein. Die Unwucht im Programm, die in Untersuchungen belegt wurde und eindeutig zugunsten linker und grüner Positionen ausschlägt, hängt auch mit dem Fehlen von Journalisten mit einem konservativen Profil zusammen." Hier müsse die Personalpolitik in den Sendern umgestaltet werden.

Auch bei der Finanzierung seien Änderungen nötig. "Der Rundfunkbeitrag ist kein Selbstzweck", schrieb Haseloff. Die Sender müssten ihre Ausgaben überprüfen und Einsparpotenziale heben. "Kein Sender ist gezwungen, Hochglanzproduktionen im Unterhaltungsbereich zu beauftragen oder Hollywood-Blockbuster für die Mediathek zu erwerben."

Klage in Karlsruhe "wenig hilfreich"

Die Ministerpräsidenten der Länder konnten sich voriges Jahr nicht auf eine Anhebung des Rundfunkbeitrags 1. Januar 2025 um monatlich 58 Cent auf 18,94 Euro einigen. Dass ARD und ZDF daraufhin Verfassungsbeschwerde einreichten, nannte Haseloff wenig hilfreich. "Die Möglichkeit, diesen juristischen Weg zu beschreiten, haben sie unbenommen. Dass sie sich aber auf diesen Weg in dem Moment begeben, wo sie gleichzeitig über mehr als eine Milliarde Euro an Rücklagen verfügen, lässt sich niemandem mehr erklären", so der Ministerpräsident./bz/DP/he

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend