PARIS (dpa-AFX) - Die politische Krise in Frankreich nach dem Rücktritt von Premier Sébastien Lecornu belastet aus Sicht der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer (AHK) die Wirtschaft. Der Rücktritt verschärfe die Krise, in der sich Frankreich seit der Auflösung des Parlaments und dem Ausrufen von Neuwahlen durch Präsident Emmanuel Macron im Juni 2024 befinde, sagte AHK-Hauptgeschäftsführer Patrick Brandmaier in Paris.
"Diese politische Instabilität belastet auch die französische Wirtschaft erheblich. Der dringend erwartete Haushalt für 2026 wird weiter nach hinten verschoben, und ein verlässlicher politischer Rahmen für die Unternehmen lässt weiter auf sich warten", sagte Brandmaier.
Die unmittelbare Reaktion der Finanzmärkte und das Absacken der Kurse französischer Staatsanleihen spiegelten diese politische Ungewissheit wider. "Auf lange Sicht ist diese politische Unsicherheit für den Investitionsstandort Frankreich nicht von Vorteil."
Aktuell stelle die Handelskammer aber fest, dass deutsche Unternehmen an zugesagten Investitionen in Frankreich festhielten. "Zudem erreichen uns nach wie vor zahlreiche Anfragen von kleinen und mittleren Unternehmen aus Deutschland hinsichtlich des französischen Marktes", sagte der Chef der Kammer. Geopolitische Spannungen und steigende Handelsbarrieren mit anderen Regionen veranlassten deutsche Unternehmen verstärkt, sich zunehmend dem europäischen Binnenmarkt zuzuwenden./evs/DP/nas
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