- Die Grünen wollen eine App für Lebensmittelpreise.
- Große Supermärkte müssen Preise in der App melden.
- Verbraucher müssen über Änderungen der Packungsgrößen informiert werden.
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Weniger Gewinn in Krisenzeiten?
Entsprechende Apps gibt es bereits, sie sind aber für Supermärkte nicht verpflichtend, und es gibt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Kundinnen und Kunden geben den Anbietern damit Einblick in ihr Einkaufsverhalten.
"Für Krisenzeiten wollen wir Möglichkeiten, die Gewinnmargen der Supermärkte zu begrenzen", erklärte die Fraktionschefin. In Krisen schlügen die Supermärkte auf die höheren Preise in der Regel noch etwas drauf.
Hinweis auf kleinere Packungsgrößen
Auf Änderungen der Packungsgröße sollten Kundinnen und Kunden gezielt hingewiesen werden, sagte Dröge. "Da könnte zum Beispiel ein Aufkleber drauf, auf dem steht, wann die Packung in welchem Umfang verkleinert wurde. Märkte machen das immer wieder: Sie verkleinern die Packung, der Preis bleibt gleich, und Verbraucher merken das nicht sofort."
Preise können Verbraucher heute schon über gesetzlich vorgeschriebene Schildchen, die meist am Supermarktregal hängen, vergleichen: Dort steht, wie viel 100 Gramm oder 100 Milliliter beziehungsweise 1 Kilogramm oder ein Liter eines Produkts kosten.
Verbraucherbildung sei wichtig, räumte Dröge dazu ein. "Aber es sollte nicht jeder top gebildet und informiert sein müssen, um sich gegen unfaire Preise wehren zu können. So eine App ist etwas Niedrigschwelliges."
Gegen weitere Zusammenschlüsse von Supermarkt-Ketten
Weitere Funktionen von Supermarkt-Ketten möchten die Grünen verbieten. Heute beherrschen vier Konzerne einen Großteil des Marktes. Gleichzeitig müssten Landwirte besser gegen unfairen Wettbewerb geschützt werden, sagte Dröge. "Wir wollen zum Beispiel verbieten, dass die Handelsketten Produkte unter den Produktionskosten einkaufen dürfen. Die Landwirte müssen ihre Kosten decken können."/hrz/DP/he
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