Bündnis 90/Die Grünen ist eine ökologisch-soziale politische Partei in Deutschland.
Quelle: - ©iStock:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 119

Grünen-Fraktion will Preisvergleichs-App für Lebensmittel

BERLIN (dpa-AFX) - Verbraucher sollen nach dem Willen der Grünen im Bundestag per App die günstigsten Lebensmittel finden können. "Die großen Supermärkte wären zur Teilnahme an der App verpflichtet, die Kleinen könnten freiwillig mitmachen. Die Märkte müssten die Preise melden und Änderungen in Echtzeit dort abbilden", sagte Fraktionschefin Katharina Dröge der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wenn die Verbraucher sich informieren können, haben sie der Macht der großen Ketten mehr entgegenzusetzen."

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Weniger Gewinn in Krisenzeiten?

Entsprechende Apps gibt es bereits, sie sind aber für Supermärkte nicht verpflichtend, und es gibt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Kundinnen und Kunden geben den Anbietern damit Einblick in ihr Einkaufsverhalten.

"Für Krisenzeiten wollen wir Möglichkeiten, die Gewinnmargen der Supermärkte zu begrenzen", erklärte die Fraktionschefin. In Krisen schlügen die Supermärkte auf die höheren Preise in der Regel noch etwas drauf.

Hinweis auf kleinere Packungsgrößen

Auf Änderungen der Packungsgröße sollten Kundinnen und Kunden gezielt hingewiesen werden, sagte Dröge. "Da könnte zum Beispiel ein Aufkleber drauf, auf dem steht, wann die Packung in welchem Umfang verkleinert wurde. Märkte machen das immer wieder: Sie verkleinern die Packung, der Preis bleibt gleich, und Verbraucher merken das nicht sofort."

Preise können Verbraucher heute schon über gesetzlich vorgeschriebene Schildchen, die meist am Supermarktregal hängen, vergleichen: Dort steht, wie viel 100 Gramm oder 100 Milliliter beziehungsweise 1 Kilogramm oder ein Liter eines Produkts kosten.

Verbraucherbildung sei wichtig, räumte Dröge dazu ein. "Aber es sollte nicht jeder top gebildet und informiert sein müssen, um sich gegen unfaire Preise wehren zu können. So eine App ist etwas Niedrigschwelliges."

Gegen weitere Zusammenschlüsse von Supermarkt-Ketten

Weitere Funktionen von Supermarkt-Ketten möchten die Grünen verbieten. Heute beherrschen vier Konzerne einen Großteil des Marktes. Gleichzeitig müssten Landwirte besser gegen unfairen Wettbewerb geschützt werden, sagte Dröge. "Wir wollen zum Beispiel verbieten, dass die Handelsketten Produkte unter den Produktionskosten einkaufen dürfen. Die Landwirte müssen ihre Kosten decken können."/hrz/DP/he

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend