Große KI-Wetten und schwaches Wachstum: Steht das Ende der "Magnificent Seven" bevor?
Die "Magnificent Seven" haben 2026 zu kämpfen: KI-Investitionen fressen Cash und drückten die Aktienkurse. Microsoft und Amazon verlieren massiv. Ist der Boom vorbei? Was Anleger jetzt wissen müssen!
Die sogenannten Magnificent Seven, die den Markt in den vergangenen Jahren angetrieben haben, zeigen zu Beginn des Jahres 2026 eine starke Kehrtwende. Bis auf zwei Aktien sind alle im Minus. Der Roundhill Magnificent Seven ETF (MAGS) verzeichnete seit Jahresbeginn einen Verlust von um die 6 Prozent.
Dieser Rückgang erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Bedenken über die hohen KI-Investitionen dieser Unternehmen und ihre Fähigkeit, die steigenden Erwartungen an das Gewinnwachstum zu erfüllen. Zudem trägt der zunehmende Wettbewerb in der KI-Branche zur Volatilität bei. Es gab eine Rotation weg von wachstumsstarken Titeln hin zu zyklischen Sektoren, die als unterbewertet gelten.
Stephanie Link, Chief Investment Strategist bei Hightower Advisors, sagte, die Tech-Aktien könnten sich in einer bestimmten Bandbreite bewegen. Ein wichtiger Faktor sei die Belastung des freien Cashflows durch die hohen KI-Investitionen. "Der Auslöser für die Verkäufe war, dass einige Unternehmen einen negativen freien Cashflow hatten und andere nur einen unveränderten im Vergleich zum Vorjahr", zitiert sie CNBC weiter.
Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft rechnen in diesem Jahr mit Ausgaben von insgesamt fast 700 Milliarden US-Dollar, was einen Anstieg von etwa 60 Prozent gegenüber 2025 darstellt. Microsoft hat zum ersten Mal seit Jahren nahezu unveränderten freien Cashflow erwartet, vor allem wegen hoher Ausgaben für Rechenzentren. Amazon (Amazon Aktie) verzeichnete einen Rückgang des freien Cashflows im vierten Quartal um 11,2 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr.
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Die KI-Investitionen haben auch nachgelagerte Unternehmen wie Rechenzentrumsbauer und Energieerzeuger profitieren lassen, erklärte Ben Reitzes, Analyst bei Melius Research. "Wir wären nicht überrascht, wenn Broadcom mehr freien Cashflow generiert als Microsoft", sagte er.
Tech-Sektor leidet unter Marktrotation
Zyklische Unternehmen profitieren von der Stärke der US-Wirtschaft, während die Tech-Aktien unter Druck stehen. Citi hat jüngst Technologieaktien auf "neutral" herabgestuft, um Risiken zu streuen und zyklische Werte zu bevorzugen.
Jennifer Martin von T. Rowe Price merkte an, dass der Markt einen Regimewechsel erlebe, der von KI-Investitionen und Infrastrukturwachstum getrieben wird. Unternehmen mit physischen Vermögenswerten und Preissetzungsmacht wie Industrieunternehmen und Energieerzeuger profitieren derzeit von den Marktbedingungen, während softwarebasierte Modelle wie SaaS und Internetplattformen schwächer abschneiden.
Der Markt belohne nun Unternehmen mit realen Vermögenswerten, die in Infrastruktur investieren und in einem inflationären Umfeld Cashflow generieren.
Der Übergang zu einem Umfeld, das Wert auf reale Vermögenswerte und Cashflow legt, dürfte anhalten, bis sich entweder die Inflationserwartungen ändern oder die Bewertung der Softwareunternehmen eine deutliche Korrektur erfährt.
In der Zwischenzeit bleibe der Fokus auf Unternehmen mit physischen Vermögenswerten und einem starken Engagement in Infrastrukturprojekten, während die "Magnificent Seven" mit ihren hohen Investitionsausgaben und der Unsicherheit hinsichtlich ihrer langfristigen Monetarisierung von KI weiterhin unter Druck stehen.
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