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Greenpeace wirft Ikea Ausbeutung von Wäldern in Rumänien vor

BUKAREST/STOCKHOLM (dpa-AFX) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wirft dem schwedischen Möbelhaus Ikea erneut vor, die Wälder in den rumänischen Karpaten zu gefährden. In einem neuen Report bemängelte Greenpeace, dass Ikea Holz aus Waldstücken beziehe, die einen hohen Wert für die Biodiversität hätten, darunter auch sehr alte Baumbestände. Rumänische Gesetze verletze der schwedische Konzern dabei zwar nicht, missachte jedoch die Ziele der Waldschutzpolitik der EU. Ikea wies die Vorwürfe zurück.

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Ein Schiff der Greenpeace-Flotte.
Quelle: - pixabay.com:

Ikea: Verantwortung liegt bei Behörden und Wissenschaft

Der schwedische Möbelkonzern teilte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit, dass das in Ikea-Produkten verwendete Holz aus den rumänischen Wäldern den geltenden Gesetzen und Standards entspreche. "Wir meinen, dass die rumänischen Behörden, Vertreter der Industrie, lokalen Gemeinschaften und die Wissenschaft dafür verantwortlich sind zu entscheiden, wie Wälder verwaltet und beschützt werden sollen, statt dies uns als einzelnem Unternehmen oder Greenpeace als einzelner Organisation zu überlassen", teilte Ikea mit.

Greenpeace rief Ikea dazu auf, entsprechend seiner selbst erklärten "ethischen und umweltschützerischen Verantwortung" zu agieren und sich nicht darauf zu berufen, dass rumänische Gesetze das Abholzen vieler wertvoller Wälder gestatte. Ikea sei weltweit einer der größten industriellen Verbraucher von Holz und beziehe jährlich etwa 408.000 Kubikmeter dieses Materials aus Urwäldern in Rumänien - weitaus mehr als aus anderen EU-Ländern. Allein im Jahr 2024 habe Rumänien 5.890 Hektar - mehr als 8.200 Fußballplätze - an Wäldern mit hoher Biodiversität verloren - mehr als doppelt so viel wie etwa in Polen oder der Ukraine.

Greenpeace: Viele wertvolle Wälder außerhalb geschützter Gebiete

Es gebe in Rumänien zahlreiche ökologisch wertvolle Waldgebiete außerhalb der geschützten Nationalparks, deren Schutz aber entscheidend für die Biodiversitäts-Strategie der EU sei, so Greenpeace. Ziel der EU sei es dabei, mindestens zehn Prozent der Flächen zu Land oder zu Wasser bis 2030 unter strengen Schutz zu stellen. Auch Wälder, von denen Teile bereits abgeholzt sind, könnten sich regenerieren, wenn man sie schütze, argumentierte Greenpeace weiter./kl/DP/nas

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