Die Analyse von Dave Storms, CFA, stellt die operative Entwicklung in den Mittelpunkt. Der Analyst betont, das Unternehmen setze bewusst auf ein Modell, bei dem Wachstum aus eigener Kraft finanziert werde, statt auf regelmäßige Kapitalerhöhungen zurückzugreifen. Heliostar betreibe nach Angaben des Analysten bereits zwei produzierende Minen, La Colorada und San Agustin, und nutze deren Einnahmen gezielt zur Weiterentwicklung weiterer Projekte. Dieses Vorgehen soll laut Storms die Verwässerung für bestehende Aktionäre reduzieren.
Durch die Übernahme mehrerer Projekte im Jahr 2024 entwickelte sich das Unternehmen laut Research direkt zu einem Goldproduzenten, wobei die bestehenden Minen nicht nur laufende Produktion liefern, sondern zugleich als finanzielle Basis für weiteres Wachstum dienen, da ein Teil der Investitionen aus dem operativen Cashflow gedeckt wird. Laut Storms wird für die Mine La Colorada eine jährliche Produktion von etwa 20.000 bis 22.300 Unzen Gold erwartet, während die Mine San Agustin ab 2026 rund 30.000 bis 32.700 Unzen liefern soll. Diese laufenden Einnahmen bilden die Grundlage, um Projekte wie Ana Paula weiterzuentwickeln. CEO Charles Funk bestätigt diesen Ansatz und erklärt im Unternehmensbericht, dass Heliostar dank einer soliden Bilanz und Cashflows seine Wachstumspläne beschleunigen könne.
Im Zentrum der Bewertung von Analyst Dave Storms, CFA, steht das Ana Paula Projekt in Mexiko, das auf einer sogenannten Preliminary Economic Assessment (PEA) basiert. Diese erste Wirtschaftlichkeitsstudie zeigt laut Analyse eine geplante jährliche Produktion von rund 100.00 Unzen Gold bei Produktionskosten von rund 1.000 US-Dollar pro Unze, den sogenannten AISC (All-in Sustaining Costs), also den gesamten laufenden Kosten pro produzierter Einheit. Bei einem angenommenen Goldpreis von 2.400 US-Dollar ergibt sich daraus ein Kapitalwert (NPV, Net Present Value) von 426,0 Mio. US-Dollar sowie eine interne Rendite (IRR, Internal Rate of Return) von 28,1 Prozent. Der Kapitalwert beschreibt dabei den heutigen Wert eines Projekts unter Berücksichtigung zukünftiger Einnahmen, während die interne Rendite die erwartete jährliche Verzinsung angibt. Zusätzlich verweist Storms auf aktuelle Bohrergebnisse, darunter Abschnitte mit 8,30 Metern und 19,99 Gramm Gold pro Tonne Gestein, die in zukünftige Studien einfließen sollen.
Neben Ana Paula hebt Storms auch das Projekt Cerro del Gallo hervor, das auf einer sogenannten Prefeasibility Study (PFS) basiert, einer weiterführenden und detaillierteren Wirtschaftlichkeitsanalyse. Laut dieser Studie wird eine Minenlaufzeit von 15,3 Jahren erwartet, mit einer durchschnittlichen Produktion von etwa 85.700 Goldäquivalent-Unzen pro Jahr. Der Kapitalwert liegt bei rund 424 Mio. US-Dollar, während die interne Rendite mit 33,1 Prozent angegeben wird. Auf Basis dieser Kennzahlen sieht der Analyst in Cerro del Gallo ein weiteres wichtiges Entwicklungsprojekt innerhalb des Unternehmensportfolios.
Heliostar Metals wird in der Analyse mit einer Reihe vergleichbarer Goldunternehmen gegenübergestellt. Dabei zeigt sich laut Stonegate Capital Partners ein deutlicher Bewertungsabschlag. Während vergleichbare Unternehmen im Median bei einem EV/NAV-Verhältnis von rund 0,9x gehandelt werden, liegt Heliostar aktuell nur bei etwa 0,25x. Das bedeutet vereinfacht: Der Markt bewertet Heliostar derzeit nur mit etwa einem Viertel seines berechneten Projektwerts, während andere Unternehmen deutlich näher an ihrem inneren Wert gehandelt werden.
Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Bewertung auf Basis der Goldreserven. Beim sogenannten EV/Reserves-Verhältnis – also dem Unternehmenswert im Verhältnis zu den im Boden nachgewiesenen Goldmengen – kommt Heliostar auf rund 43,5. Die Vergleichsgruppe liegt im Median bei etwa 78,2. Anders ausgedrückt: Investoren zahlen aktuell deutlich weniger pro Unze Gold im Boden als bei vergleichbaren Unternehmen. Während bei anderen Produzenten rund 78 US-Dollar pro Unze bewertet werden, sind es bei Heliostar nur etwa 43 US-Dollar.
Dave Storms führt diesen Abschlag darauf zurück, dass sich das Unternehmen noch in einer frühen Phase der Produktionsausweitung befindet. Mit steigender Produktion, fortschreitender Entwicklung zentraler Projekte und zusätzlichem Wachstumspotenzial im Portfolio könnte sich diese Bewertungsdifferenz aus Sicht des Analysten im weiteren Verlauf verringern.
Zur Bewertung des Unternehmens greift Storms auf zwei etablierte Methoden zurück. Beim Verhältnis von Unternehmenswert zu Projektwert, dem sogenannten EV/NAV (Enterprise Value zu Net Asset Value), ergibt sich eine Bewertungsspanne von 3,19 bis 4,69 US-Dollar pro Aktie. Eine zweite Methode ist EV/Reserves, also die Bewertung auf Grundlage der vorhandenen Goldreserven. Hier liegt die Spanne laut Analyse zwischen 2,37 und 4,54 US-Dollar je Aktie. Beide Ansätze dienen dazu, den wirtschaftlichen Wert der Projekte und des Unternehmens vergleichbar zu machen.
Im Research-Bericht hebt Storms zudem die Erfahrung des Managements hervor. CEO Charles Funk verfügt über einen Hintergrund bei Unternehmen wie Newcrest Mining und OZ Minerals. Sam Anderson, VP Projects, bringt langjährige Erfahrung aus seiner Tätigkeit bei Newmont mit. COO Gregg Bush war zuvor Chief Operating Officer bei Capstone Mining. Diese operative Erfahrung wird im Bericht als wichtiger Faktor für die zeitliche Umsetzung der Unternehmensstrategie eingeordnet.
Für die kommenden Jahre beschreibt der Analyst mehrere konkrete Entwicklungsschritte. Dazu gehört die Fertigstellung einer Feasibility Study für das Ana Paula Projekt in der ersten Hälfte des Jahres 2027 sowie ein geplanter Produktionsstart im Jahr 2028. Für das Jahr 2026 wird eine Gesamtproduktion von 50.000 bis 55.000 Unzen Gold erwartet. Parallel dazu soll die Weiterentwicklung weiterer Projekte wie Cerro del Gallo und Goldstrike vorangetrieben werden.
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