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Gesunkener Zuckerpreis drückt bei Nordzucker auf den Gewinn

BRAUNSCHWEIG (dpa-AFX) - Nordzucker bekommt die sinkenden Zuckerpreise zu spüren. Im Geschäftsjahr 2024/25 gingen Umsatz und Gewinn deutlich zurück, wie das Unternehmen in Braunschweig mitteilte. Im laufenden Jahr rechnet der Konzern sogar mit roten Zahlen. Die Zuckerpreise dürften nach Einschätzung des Unternehmens zwar nicht weiter sinken. In dem am 1. März gestarteten Geschäftsjahr 2025/26 sei dennoch mit einem negativen Ergebnis im unteren zweistelligen Millionenbereich zu rechnen.

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Zuckerernte (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:

"Aufgrund der sehr umfangreichen Rübenernten und der daraus resultierenden großen produzierten Zuckermenge ist der Zuckerpreis in Europa gefallen - deutlich stärker als ursprünglich erwartet", sagte Vorstandschef Lars Gorissen. Zudem hielten sich die Verbraucher beim Zuckerkauf zurück. Gorissen zeigte sich zufrieden, dass trotzdem schwarze Zahlen geschrieben wurden.

Gewinn bricht um drei Viertel ein

Im Geschäftsjahr 2024/25, das Ende Februar zu Ende gegangen war, schrumpfte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr von 2,92 auf 2,77 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss nach Steuern schmolz um fast drei Viertel zusammen - auf rund 84 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch fast 326 Millionen gewesen.

"In den ersten Monaten profitierte Nordzucker noch von hohen Verkaufspreisen, ab Oktober 2024 entwickelte sich das operative Ergebnis hingegen wie erwartet rückläufig", sagte Finanzvorstand Alexander Bott. Das drückte vor allem in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres aufs Ergebnis. Zusätzliche Belastungen habe es durch weiter hohe Rohstoff- und Logistikkosten gegeben.

Zucker nach Höchstpreisen wieder billiger

Im Jahr zuvor hatte der damals hohe Zuckerpreis Umsatz und Gewinn noch deutlich in die Höhe getrieben. Das hatte dem Braunschweiger Unternehmen das zweitbeste Ergebnis seiner Geschichte beschert. Gorissen hatte aber bereits damals gewarnt, dass sich dies 2024/25 nicht wiederholen werde. Der Zuckerpreis in der EU hatte 2023 einen Höchststand erreicht, ab Oktober 2024 gingen die Preise dann spürbar nach unten.

Mit einem deutlichen Anstieg des Zuckerpreises sei erst ab Oktober 2025 zu rechnen, sagte der fürs operative Geschäft zuständige Vorstand Alexander Godow. Wegen geringerer Anbauflächen in der EU deute sich eine Entspannung an. "Die Zuckerpreise stabilisieren sich aktuell auf niedrigem Niveau - die preisliche Talsohle sehen wir deshalb bereits als durchschritten an."/fjo/DP/stw

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