dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 557

Gerresheimer: Jahresabschluss 2025 wohl erst im Juni - SDax-Rausschmiss droht

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der mit Bilanzierungsfehlern ringende Verpackungsspezialist Gerresheimer muss wegen der Verschiebung der Vorlage des Geschäftsberichts 2025 voraussichtlich den Nebenwerteindex SDax verlassen. Laut Abstimmung mit dem Abschlussprüfer dürfte der testierte Jahres- und der Konzernabschluss erst nach dem 31. März veröffentlicht werden, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Bereits vor einigen Wochen hatte Gerresheimer dem eigentlich für Ende Februar geplanten Veröffentlichungsdatum eine Absage erteilt.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Gerresheimer AG 21,32 € Gerresheimer AG Chart +0,85%
Zugehörige Wertpapiere:

Die Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses 2025 verzögere sich, da

die derzeit laufenden Untersuchungen einer zweiten externen

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Blick auf Geschäftsvorgänge im

Geschäftsjahr 2024 und 2025 und die Aufbereitung für die Abschlussprüfung

erforderlichen Unterlagen länger als erwartet dauerten, hieß es weiter. Angestrebt werde nun eine Veröffentlichung im Juni. Mit dieser Verzögerung würde Gerresheimer gegen die Index-Regeln der Deutschen Börse verstoßen und müsste daher den Nebenwerte-Index SDax verlassen.

Die eigentlich für den 3. Juni geplante Hauptversammlung muss auch verschoben werden. Und auch die Zahlen für das erste Geschäftsquartal müssen nun auf einen Termin nach dem bisher geplanten 16. April verschoben werden. Wie es weiter hieß, spricht Gerresheimer nun mit den Kreditgebern, um eine

Verlängerung der in den Finanzierungsverträgen festgelegten Vorlagepflichten

des Jahresabschlusses zu vereinbaren.

Zum Hintergrund: Gerresheimer hatte im Februar mitgeteilt, aufgrund interner Hinweise in Abstimmung mit dem Abschlussprüfer weitere Untersuchungen durch eine zweite Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Erfassung von Umsatzerlösen und Bilanzierung in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 beauftragt zu haben.

Nach bisherigen Erkenntnissen hätten einzelne Mitarbeitende gegen interne Richtlinien und Bilanzierungsvorschriften verstoßen, hatte es in diesem Zusammenhang geheißen. Die daraus resultierenden Korrekturen im Konzernabschluss betreffen demnach im Wesentlichen die Erfassung von Umsatzerlösen und die Bilanzierung und Bewertung von Vorräten./mis

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend