BERLIN (dpa-AFX) - Mehr als drei von vier Führungskräften in Deutschland sind überzeugt, dass der wirtschaftliche Erfolg ihres Unternehmens auch von stabilen demokratischen Verhältnissen abhängt. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Europäischen Bewegung Deutschland. Dafür waren zwischen dem 18. Mai und dem 27. Mai bundesweit 505 Führungskräfte aus Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern befragt worden.
Für dich zusammengefasst:
Über 75 % der Führungskräfte glauben an den Zusammenhang.
78 % sehen demokratische Stabilität als wirtschaftlich wichtig.
62 % betrachten politischen Einfluss als Risiko für Erfolg.
78 Prozent sehen demnach einen Zusammenhang zwischen demokratischer Stabilität und dem Erfolg ihres Unternehmens. Für mehr als die Hälfte ist dieser Zusammenhang sogar unmittelbar relevant: 44 Prozent betrachten der Umfrage zufolge demokratische Stabilität als wichtige Voraussetzung für Planungssicherheit, Investitionen und wirtschaftliche Entwicklung, weitere 9 Prozent stufen sie als geschäftskritisch ein.
Dass eine stabile Demokratie für das Unternehmen indirekt relevant sei, etwa als Teil eines stabilen Geschäftsumfeldes, ist demnach eine Auffassung, die jede vierte Führungskraft (25 Prozent) vertritt.
Für die Antwortvariante "Demokratische Stabilität ist vor allem gesellschaftlich wichtig, aber für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens kaum relevant", entschieden sich den Angaben zufolge 17 Prozent der Befragten. Fünf Prozent der Befragten trauten sich bei dieser Frage kein Urteil zu.
Parteien mit Demokratiedefizit als Risikofaktor
Die Europäische Bewegung - ein überparteilicher Zusammenschluss von Organisation, der sich für ein geeintes Europa einsetzt - wollte von den Befragten auch wissen, inwieweit der politische Einfluss von Parteien oder politischen Akteuren, die demokratische Grundsätze infrage stellen, aus ihrer Sicht ein Risiko für den wirtschaftlichen Erfolg Ihres Unternehmens darstellen würde. Knapp zwei Drittel (62 Prozent) sehen hier ein Risiko. 29 Prozent der Führungskräfte sehen dies nicht. Neun Prozent der Befragten antworteten auf diese Frage mit "Weiß nicht"./abc/DP/zb
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