Der Eiffelturm in Paris.
Quelle: - pixabay.com:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 187

Frankreichs Premier drückt Teilhaushalt durch Parlament

PARIS (dpa-AFX) - Frankreichs Minderheitspremier Sébastien Lecornu drückt den ersten Teil des Haushalts ohne Endabstimmung durch die Nationalversammlung und riskiert damit ein Misstrauensvotum. Lecornu sagte, die Dinge seien blockiert und eine Zustimmung zu dem Text sei nicht mehr absehbar. Dennoch brauche das Land ein Budget.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Die linke Partei La France Insoumise (LFI) und die Rechtsntationalen von Marine Le Pen hatten bereits angekündigt, wegen Lecornus Vorgehen Misstrauensanträge zu stellen. Es wird nicht damit gerechnet, dass sie Erfolg haben und die Mitte-Regierung stürzen werden.

Defizit soll auf fünf Prozent gesenkt werden

Die Verhandlungen über einen Haushalt für das hochverschuldete Frankreich gestalteten sich in den vergangenen Monaten schwierig. Nachdem seine zwei Vorgänger wegen Haushaltsfragen im Parlament gestürzt worden waren, hatte Lecornu auf eine Kompromisslösung gesetzt. Mehrfach war er verschiedenen Parteien entgegengekommen.

Weil dennoch keine Einigung in Aussicht stand, entschied sich der Regierungschef letztlich dafür, den Haushalt mit einem Sonderartikel der Verfassung durch das Parlament zu drücken. Eigentlich hatte er auf ein solches Vorgehen, das von der Opposition oft als undemokratisch kritisiert wird und zum Regierungssturz führen kann, verzichten wollen.

Noch ist der Haushalt aber nicht endgültig verabschiedet. Zunächst geht es nun um die Einnahmen. In einem weiteren Schritt will Lecornu auch den Ausgaben-Teil durch die Nationalversammlung zwingen. Ein weiteres Mal wird er das Machtmittel danach anwenden müssen, um den gesamten Haushalt endgültig zu verabschieden. Mit dem Haushalt soll das Defizit wie geplant auf fünf Prozent gesenkt werden. Das Ende der langwierigen Haushaltsberatungen dürfte für Aufatmen bei Unternehmen und den EU-Partnern sorgen./rbo/DP/he

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend