Insgesamt 58 internationale Friedensmissionen in 34 Ländern oder Gebieten gab es im vergangenen Jahr - drei weniger als 2024. "Wenn die Entwicklung so weitergeht, könnte es zu einer dramatischen Schwächung der multilateralen Konfliktbewältigung und einer fast vollständigen Marginalisierung von Institutionen wie den Vereinten Nationen kommen", sagte Jaïr van der Lijn, Leiter des Sipri-Programms für Friedensoperationen, laut einer Mitteilung.
Blauhelme auf Sparkurs: Milliardenloch schrumpfte UN-Missionen
Die Gründe für den Rückgang laut dem Friedensforscher: ein "perfekter Sturm" aus finanziellen, politischen und geopolitischen Faktoren. Großen Einfluss hatte eine Finanzierungslücke von zwei Milliarden US-Dollar, die im Sommer 2025 bei den UN-Friedensmissionen klaffte. Wichtige Geldgeber hatten ihre Zusagen laut Sipri nicht rechtzeitig oder vollständig erfüllt. Die Vereinten Nationen mussten daraufhin kräftig beim Personal sparen.
Sipri-Forscher van der Lijn warnte vor den langfristigen Konsequenzen solcher Entwicklungen. "Die Folge dürften mehr Konflikte sein, und diese Konflikte werden wahrscheinlich noch schwerwiegendere Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung haben, da Staaten seit langem etablierte Normen aufgeben", sagte er laut Mitteilung./wbj/DP/zb
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