Fehler in Infoprospekt? DSW klagt gegen Ottobock

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 435
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Mann mit Smartphone und Tablet (Symbolbild).
- © metamorworks / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

GÖTTINGEN/DUDERSTADT (dpa-AFX) - Eine Aktionärsvereinigung klagt gegen den Prothesenhersteller Ottobock . Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz kritisiert die Darstellung des Russlandgeschäfts in einem Wertpapierprospekt des Unternehmens aus dem südniedersächsischem Duderstadt, wie die Vereinigung mitteilte. Laut dem Landgericht Göttingen wird derzeit geprüft, welches Gericht für die Klage zuständig ist. Der Verein teilte mit, die sogenannte Prospekthaftungsklage über ein Mitglied zu führen.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Es stelle "sich die Frage, ob die Darstellung des Russlandgeschäfts im Prospekt in ihrer Gesamtheit ein hinreichend vollständiges Bild vermittelte", teilte die Aktionärsvereinigung mit. Die Klage solle Klarheit bringen. Der Verein verweist unter anderem auf die staatlichen Beschaffungsstrukturen in Russland sowie die Rolle des russischen Sozialversicherungsfonds.

Hintergrund dürfte sein, dass Ottobock immer wieder betont, kein Geschäft mit dem russischen Militär zu machen. Auch dieser Aspekt wird in einer Mitteilung der Aktionärsvereinigung erwähnt.

Ottobock weist Vorwürfe zurück

Ottobock teilte mit, dass die Klageschrift bisher nicht vorliege. In einer Mitteilung bekräftigte das Unternehmen aber "ohne Einschränkungen die Integrität" seines Wertpapierprospektes sowie aller weiteren Kapitalmarktveröffentlichungen. Der Prospekt sei im Oktober von der Finanzaufsichtsbehörde Bafin gebilligt worden.

Werte aus dem Artikel:
Ottobock SE&Co Aktie 54,50 € -0,37%

Ottobock ging Anfang Oktober 2025 an die Börse. Seitdem hatte es immer wieder Kritik an dem Wertpapierprospekt sowie dem Russlandgeschäft gegeben. Das hatte auch den Aktienkurs gedrückt. Ottobock wies die Vorwürfe stets zurück.

Bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen hatte das Unternehmen über eine verstärkte Nachfrage aus Russland und der Ukraine berichtet. Das Geschäft mache allerdings nur einen geringen Teil des gesamten Europa-Geschäfts aus, sagte Ottobock-Chef Oliver Jakobi./xma/DP/stw


Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend