Fed lässt Leitzins unverändert: Was bedeutet das für Bitcoin?

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Die amerikanische Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins unverändert bei 3,75 bis 4,00 Prozent belassen und legt nach der Zinserhöhung im September zunächst eine Pause ein. Doch bereits für Dezember könnte es zu einer erneuten Erhöhung kommen.

Zwischen Inflation und schwachem Arbeitsmarkt

Hintergrund der Zinspause ist das aktuelle Spannungsfeld zwischen einer anhaltend hohen Inflation und einer schlechten Entwicklung des Arbeitsmarktes. Im September entstanden in den USA lediglich 29.000 neue Arbeitsplätze und die Arbeitslosenquote lag bei 4,2 Prozent. Somit könnten weitere Zinserhöhungen die ohnehin schwache Beschäftigungsentwicklung weiter belasten. Mit der Zinspause verschafft sich die Fed daher Zeit, um die weitere wirtschaftliche Entwicklung abzuwarten.

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Eine dauerhafte Zinspause zeichnet sich aber nicht ab. Immerhin muss die Fed auch die Inflation bekämpfen, die mit 3,7 Prozent deutlich oberhalb des Zwei-Prozent-Ziels liegt. Entsprechend erwarten 86 Prozent der Marktteilnehmer für die nächste Sitzung am 9. Dezember eine Erhöhung um 25 Basispunkte. Demgegenüber stehen gerade einmal 13,6 Prozent, die von weiter unveränderten Zinsen ausgehen.

Werte aus dem Artikel:
Bitcoin 80.758,900 -0,33%
BTC/EUR 72.316,600 -0,44%
Leitzins Euro EZB 2,65 % 0,00%

So reagiert Bitcoin

Am Krypto-Markt fällt die Reaktion auf den Zinsentscheid zunächst verhalten aus. Unmittelbar nach der Bekanntgabe notiert Bitcoin bei 81.000 US-Dollar und damit 0,4 Prozent höher als vor der Veröffentlichung. Allerdings war die Zinspause an den Finanzmärkten bereits erwartet worden und entsprechend fällt der Bitcoin-Kurs im Anschluss wieder zurück auf die 80.700 US-Dollar. Für die weitere Kursentwicklung dürfte deshalb entscheidender sein, ob die Fed im Dezember erneut an der Zinsschraube dreht und einen weiteren Anstieg um 25 oder mehr Basispunkte beschließt. Sollte es so kommen, wäre das für den Bitcoin-Kurs ein zusätzlicher Belastungsfaktor, weil höhere Finanzierungskosten die Bereitschaft institutioneller Anleger verringern können, Kapital in risikoreiche Assets zu investieren.


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