- Die US-Notenbank hat den Leitzins erhöht.
- Der Leitzinskorridor liegt nun bei 3,75 bis 4 Prozent.
- Eine weitere Anhebung könnte in diesem Jahr folgen.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Julian Schick Die US-Notenbank Federal Reserve hat am Mittwoch ihren Leitzins angehoben, zum ersten Mal seit drei Jahren. Der einstimmige Beschluss markiert eine Kehrtwende: Erst im vergangenen Jahr hatte die Fed die Zinsen dreimal gesenkt, nun macht sie einen Teil davon wieder rückgängig. Der Schritt widerspricht zudem der Haltung des Weißen Hauses, das die Inflation zuletzt als kein größeres Problem dargestellt hatte.
Der Leitzinskorridor liegt künftig zwischen 3,75 und 4 Prozent, ein Plus von einem Viertelprozentpunkt. In ihren Projektionen signalisierte die große Mehrheit der Notenbanker, dass in diesem Jahr noch eine weitere Anhebung folgen dürfte.
Der Schritt war in den vergangenen Tagen bereits breit erwartet worden. Man wolle zeigen, dass es einem damit ernst sei, sagte Warsh auf einer Pressekonferenz. Im geldpolitischen Statement der Fed heißt es, die Entscheidung solle eine zeitnahere Rückkehr zum Inflationsziel unterstützen.
Die Zinserhöhung bringt zugleich die Darstellung des Weißen Hauses zu Warsh durcheinander. Präsident Trump hatte ihn im Januar nominiert, sein Umfeld hatte den Druck zu Zinserhöhungen bislang einem Gremium zugeschrieben, das Warsh angeblich ablehnend gegenüberstehe, obwohl dieser im Vorjahr selbst für frühere Senkungen plädiert hatte.
Nach Einschätzung von Analysten liegt der eigentliche Treiber der veränderten Aussichten weniger in den monatlichen Inflationsdaten als im Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise.
Der Leitzins der Fed wirkt sich am unmittelbarsten auf kurzfristige Kredite wie Kreditkarten oder Autofinanzierungen aus, die sich schnell neu bepreisen. Für Haushalte und Unternehmen entscheidender sind meist die langfristigen Zinsen, etwa für Hypotheken, die sich an länger laufenden Staatsanleihen orientieren und ebenfalls gestiegen sind, weil Anleger mit weiteren Zinsschritten rechnen.
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