- EWE-Chef Dohler schlägt eine nationale Gasreserve vor.
- Die Füllstände der deutschen Gasspeicher liegen bei 52 Prozent.
- Die Situation ist angespannter als im Vorjahr.
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Es sei an der Zeit, darüber zu sprechen, welche Instrumente auch in einem Krisenfall für ausreichende Versorgungssicherheit sorgen könnten, sagt der Vorstandsvorsitzende. "Der Staat könnte beispielsweise überlegen, eine strategische Gasreserve für Deutschland anzulegen, die gleichzeitig die Marktintegrität aufrechterhält", schlägt er vor. "Es gibt andere Länder wie Österreich, Frankreich und Polen, die das aus gutem Grund tun." Österreich etwa habe eine strategische Gasreserve, die nur in Notfällen angetastet werde.
Wie die Gasspeicher aktuell gefüllt sind
Trotz der anhaltenden Kälteperiode sei die deutsche Gasversorgung akut nicht bedroht, betont Dohler. Verbraucherinnen und Verbraucher müssten sich aktuell keine Sorgen machen. Aber: "Wir müssen über unsere Art von Vorsorge sprechen", sagt der EWE-Chef. "Die heutigen Instrumente sorgen aus meiner Sicht nicht dafür, dass der Markt allein eine ausreichende Vorsorge für eine kritische Situation bietet, wenn mal eine Leitung ausfällt oder LNG-Terminals mehrfach nicht funktionieren würden."
Deutschlands Gasspeicher waren zu Beginn der Heizperiode im vergangenen Herbst relativ schwach gefüllt. Aktuell liegen die Füllstände der deutschen Gasspeicher nach Angaben der Initiative Energien Speichern bei rund 52 Prozent. Laut Netzagentur und Bundesregierung ist das kein Grund zu Sorge.
Dohler aber warnt, die Situation sei angespannter als im Vorjahr. Die Füllstände der deutschen Gasspeicher seien deutlich niedriger als Anfang 2025 - damals seien es statt knapp 50 rund 77 Prozent gewesen. "Es wird momentan auch erheblich ausgespeichert", sagt Dohler. "Die Stärken, die wir haben, sind die neuen Importkapazitäten durch LNG-Terminals und eine andere Marktsituation mit niedrigeren Gaspreisen."/hoe/DP/zb
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