BERLIN (dpa-AFX) - Der Vorsitzende der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, wirbt angesichts höherer Zölle der USA für eine stärkere Ausrichtung auf andere Märkte. "Die beste Antwort auf den Protektionismus von Donald Trump ist jetzt, mit den globalen Partnern, die mit uns Freihandel weiter praktizieren wollen, ins Geschäft zu kommen", sagte der CSU-Politiker in Berlin. Das Handelsabkommen der EU mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten sollte rasch abgeschlossen werden.
Weber nannte den von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit US-Präsident Trump vereinbarten Zollkompromiss einen "schmerzlichen Deal", der aber in der Sache richtig sei und einen Handelskrieg verhindert habe. Unter anderem soll demnach ein US-Zoll von 15 Prozent für die meisten europäischen Produkte gelten. Zölle auf US-Industriegüter sollen dagegen ganz abgeschafft werden.
Mehr Potenzial im eigenen Binnenmarkt
Der CSU-Politiker forderte außerdem, die Kraft des eigenen EU-Binnenmarktes stärker freizulegen. Etwa bei Dienstleistungen und der Energie gebe es aber noch national abgeschottete Märkte. Als wichtiges Thema nannte Weber auch eine stärkere Kooperation bei Sicherheit und Verteidigung. Man würde viel Steuergeld mit einer gemeinsamen Beschaffung von Rüstungsgütern und mit gemeinsamen Projekten sparen - etwa für Raketenabwehrsysteme./sam/DP/mis
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