Evotec-Aktie verliert nach schwachen Halbjahreszahlen
Pascal Grunow
Pascal Grunow
Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet.
Evotec hat Zahlen für das erste Halbjahr veröffentlicht. Der Umsatz bricht ein und die Verluste steigen, doch ab Q4 setzt der Konzern auf eine Trendwende.
Für dich zusammengefasst:
Evotec verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrückgang.
Der Konzernumsatz sank um 19,2 Prozent auf 300,1 Millionen Euro.
Die Liquidität Ende Juni betrug 465,6 Millionen Euro.
Der Wirkstoffforscher Evotec hat im ersten Halbjahr 2026 einen deutlichen Umsatzrückgang und höhere operative Verluste verbucht. Die Evotec-Aktie notiert nach Veröffentlichung der Zahlen im Tradegate-Handel 1,67 Prozent im Minus bei 3,76 Euro (Stand: 8:30 Uhr MESZ).
Umsatz fällt um 19 Prozent – ebitda tiefrot
Evotec erzielte im zweiten Quartal einen Konzernumsatz von 143,5 Millionen Euro. Gegenüber den 171,2 Millionen Euro des Vorjahres entspricht das einem Rückgang von 16,2 Prozent. Das bereinigte ebitda verschlechterte sich von minus 5,0 Millionen auf minus 20,8 Millionen Euro.
Noch deutlicher zeigt sich die Schwäche auf Halbjahressicht. Der Umsatz sank um 19,2 Prozent von 371,2 Millionen auf 300,1 Millionen Euro. Das bereinigte ebitda fiel auf minus 42,7 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Verlust von 1,9 Millionen Euro angefallen war.
Immerhin verfügt Evotec weiterhin über ein finanzielles Polster: Ende Juni lag die Liquidität bei 465,6 Millionen Euro, wobei das Unternehmen von einer Netto-Cash-Position spricht.
Hoffnungsschimmer: Auftragstrend zieht an
Entscheidend für Anleger dürfte nun sein, ob Evotec nach dem schwachen ersten Halbjahr tatsächlich die Trendwende schafft. Das Management meldet hier erste Fortschritte.
Die Net Sales im D&PD-Basisgeschäft außerhalb strategischer Partnerschaften stiegen im ersten Halbjahr um mehr als 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Evotec erwartet, dass sich die stärkere kommerzielle Aktivität ab dem vierten Quartal zunehmend in den Umsätzen bemerkbar macht.
Prognose bestätigt – 2026 bleibt Übergangsjahr
Die bereits im Juli drastisch reduzierte Jahresprognose bleibt bestehen. Evotec erwartet 2026 einen Konzernumsatz zwischen 570 und 610 Millionen Euro sowie ein bereinigtes ebitda zwischen minus 105 und minus 70 Millionen Euro. Zuvor hatte der Konzern noch 700 bis 780 Millionen Euro Umsatz und ein bereinigtes Eebitda zwischen null und 40 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
Ein Teil der fehlenden Umsätze ist allerdings nicht zwangsläufig verloren. Rund 40 Prozent der Reduzierung gegenüber der alten Umsatzprognose hängen laut Evotec mit verschobenen Projekt- und Meilensteinplänen bestehender Partnerschaften zusammen. Diese Erlöse sollen nun 2027 anfallen. Weitere 45 Prozent entfallen auf später als erwartet abgeschlossene neue strategische Partnerschaften.
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